Gewalt in Frankfurt Rechtsextremisten mischten bei Blockupy-Protest mit

An den Ausschreitungen in Frankfurt haben sich Rechtsextreme beteiligt. Im Vorfeld gab es nach SPIEGEL-Informationen entsprechende Aufrufe; Beobachter berichten von Scharmützeln zwischen linken Demonstranten und "Autonomen Nationalisten".

Ausschreitungen bei EZB-Protesten: Auch Rechtsextremisten sollen beteiligt gewesen sein
DPA

Ausschreitungen bei EZB-Protesten: Auch Rechtsextremisten sollen beteiligt gewesen sein


Hamburg - Mehrere rechtsextreme Organisationen haben offenbar versucht, aus den Protesten gegen die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main politisches Kapital zu schlagen. Auf einschlägigen Internetseiten wie "Nationalisten gegen Kapitalismus" waren nach SPIEGEL-Informationen Aufrufe veröffentlicht worden, nach Frankfurt zu fahren und sich unter die Demonstranten zu mischen. Tatsächlich kam es laut Beobachtern mehrmals zu Scharmützeln zwischen linken Demonstranten und Angehörigen der rechten "Autonomen Nationalisten".

Der hessische Landtagsabgeordnete der Partei Die Linke, Ulrich Wilken, sagte, ihm seien mehrere Rechtsextreme aufgefallen, die nationalistische Parolen gerufen hätten. Er habe die Ordner eines Demonstrationszugs aufgefordert, "diese Leute 'rauszudrängen". (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Der Verfassungsschutz prüft nun, ob Rechtsextremisten auch an anderen Gewalttaten in Frankfurt beteiligt waren, etwa an Anschlägen gegen einen türkischen Imbiss und eine Flüchtlingsunterkunft. Die Frankfurter Polizei hat nach eigener Aussage bisher keine Erkenntnisse über die Mitwirkung Rechtsextremer an Straftaten.

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Anti-EZB-Protest: Mit Gewalt gegen die EZB
Insgesamt seien am Mittwoch etwa 4000 Gewalttäter in der Stadt gewesen, sagt Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill. Große Gruppen seien unter anderem aus Berlin und Hamburg angereist, aber auch aus Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden.

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