Geheimdienst-Zielliste BND überwacht seit Jahren weiteren Nato-Partner

Neben der Türkei späht der Bundesnachrichtendienst ein weiteres Nato-Partnerland aus. Nach SPIEGEL-Informationen steht auch Albanien auf einer Zielliste des Geheimdienstes.

BND-Gebäude in Berlin: Nato-Partner im Visier
REUTERS

BND-Gebäude in Berlin: Nato-Partner im Visier


Hamburg - Der Bundesnachrichtendienst hat neben der Türkei einen weiteren Nato-Mitgliedstaat im Visier. Nach Informationen des SPIEGEL ist im "Auftragsprofil der Bundesregierung" für den BND auch Albanien als sogenanntes "Kernland" aufgeführt. Das bedeutet, dass der BND das Land operativ aufklärt (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.).

Albanien wurde nach SPIEGEL-Informationen bereits vor seinem Beitritt zur Nato auf die Zielliste des deutschen Nachrichtendienstes genommen. Der BND interessiert sich dort vor allem für Organisierte Kriminalität.

Die Information ist heikel, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Spionageaktivitäten der USA in Deutschland gesagt hatte, ausspionieren unter Freunden "geht gar nicht". Nun wird bekannt, dass der BND gleich zwei Nato-Mitgliedstaaten zum Ziel hat.

Die Türkei und Albanien tauchen auf einer 2009 aktualisierten Version des Auftragsprofils auf, das der BND-Mitarbeiter und mutmaßliche CIA-Spion Markus R. an seine Auftraggeber weitergab. Nach SPIEGEL-Informationen lieferte R. rund tausend Seiten, darunter weitere brisante Dokumente. Beispielsweise ein Konzept zur "Gegenspionage". Dabei handelt es sich um das Ausspionieren ausländischer Nachrichtendienste.



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insgesamt 107 Beiträge
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wernerwenzel 23.08.2014
1. Der gute alte Kumpel
Albanien auch??? Eine Welt bricht für mich zusammen.
freespeech1 23.08.2014
2. Ablenkungsmanöver vom NSA-Skandal
Ich weiß nicht, was diese Kampagne mit den vom BND ausspionierten Ländern soll? Erstens ist der BND viel zu unfähig, um eine anlasslose Ausspionierung des Auslandes zu organisieren, es fehlen im Ausland auch die Einrichtungen, um die Bürgerrechte der Menschen in den dortigen Ländern mit Füßen zu treten, wie es die NSA mit Duldung unserer Regierung macht Zweitens handelt es sich um klassische Spionage. Mir ist es völlig egal, ob Merkel oder Gabriel ausspioniert werden. Wenn die so dämlich sind, per Handy Staatsgeheimnisse zu besprechen, haben sie selbst Schuld. Drittens sollten die Türkei und Albanien Konsequenzen ziehen und die diplomatischen Beziehungen und Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland einfrieren, wie wir es auch als Reaktion auf den NSA-Skandal machen sollten. Dies ist aber nur eine neue Masche, den Skandal zu relativieren. Erst versuchte man es mit Vertuschen, dann mit demonstrativer gespielter Entrüstung, jetzt will man uns einreden, das ist alles normal. So blöd kann doch niemand sein, dies nicht zu durchschauen
kopp 23.08.2014
3. Albanien soll ja demnächst auch in die EU aufgenommen werden
Da finde ich es gut, dass wenigstens der BND nicht so blauäugig ist wie die Behörde der Schlafmützen in Brüssel. Und zum Spruch von Merkel 'Ausspionieren unter Freunden geht gar nicht' kann man nur mit Faust sagen: 'Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber'.
zufriedener_single 23.08.2014
4. Was ist
Ok, also: 'ausspionieren unter Freunden "geht gar nicht" ' - gut! Die Türkei und Albanien sind also keine befreundeten Staaten. Aber was sind sie denn dann?
jens20505 23.08.2014
5. Oh man .....
... sollten wir da vielleicht zu früh auf die Amerikaner drauf gehauen haben? Das deutsche Geheimdienst-'Beamte' die Überwachung ohne Anweisung (und Absicherung) aus der Bundesregierung tun ist für mich undenkbar.
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