Bombenfund im Kanzleramt: Griechische Linksextremisten bekennen sich

Sie verschickten eine Serie von Briefbomben, eine erreichte Anfang November auch die deutsche Regierungszentrale. Jetzt haben sich Linksextremisten aus Griechenland zu den Anschlagsversuchen bekannt - und angekündigt, weiterzumachen.

Berliner Kanzleramt: 14 explosive PaketeZur Großansicht
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Berliner Kanzleramt: 14 explosive Pakete

Athen - Die griechische radikal-anarchistische Untergrundorganisation "Verschwörung der Feuerzellen" hat sich am Donnerstag zu der Serie von Briefbomben bekannt, von denen eine Anfang November an das Kanzleramt in Berlin gegangen war. Der Verfasser der Erklärung bekräftigte, die Tatsache, dass die Polizei mehrere Mitglieder der Organisation festgenommen habe, werde sie nicht daran hindern, weitere Anschläge zu verüben.

Das Bekennerschreiben wurde im Internet verbreitet. In der 13-seitigen Erklärung der autonomen Feuerzellen heißt es, man habe private Paketzustelldienste benutzt. Neben dem Bundeskanzleramt waren auch Sprengsätze an Botschaften in Athen geschickt worden. Eine Briefbombe landete im italienischen Bologna.

Die meisten der insgesamt 14 explosiven Pakete wurden von der Polizei abgefangen und unschädlich gemacht. Bei einer kleinen Explosion wurde ein Zusteller leicht verletzt. Die Behörden hatten die Gruppe bereits verdächtigt, hinter der versuchten Anschlagsserie zu stecken.

Als Buchpaket getarnter Brandsatz

Am 2. November, einem Dienstag, um 13 Uhr hatten Mitarbeiter der Postprüfstelle des Bundeskanzleramts außerhalb des eigentlichen Hauptgebäudes Alarm geschlagen. Ein Paket, abgegeben von einem Kurierdienst, kam ihnen nach der üblichen Vorkontrolle, bei der alle Sendungen durchleuchtet werden, verdächtig vor, noch bevor sie es in die eigentliche Poststelle weitergaben.

Als Absender war das griechische Wirtschaftsministerium vermerkt. Das Personal des Kanzleramts ging auf Nummer sicher und rief Sprengstoffexperten der Polizei dazu. Die riegelten die Poststelle vorsichtshalber ab, Fachleute des Bundeskriminalamts (BKA) rückten an. Bei der Sendung handelte es sich um einen als Buchpaket getarnten Brandsatz , das Paket maß etwa 20 mal 30 mal fünf Zentimeter.

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Bei dem darin enthaltenen Sprengsatz habe es sich um eine Art mit Schwarzpulver gefüllte Rohrbombe gehandelt, sagte ein Beamter SPIEGEL ONLINE. Die Experten von der Berliner Polizei entschlossen sich daraufhin, die Sendung - wie bei Sprengsätzen üblich - mit einem starken Wasserstrahl aus einer Kanone zu zerstören. Im Fall einer Explosion hätte die Mini-Bombe nach Meinung von Experten eine grelle Stichflamme ausgelöst - mit möglichen Folgen für Mitarbeiter der Poststelle.

Das Paket war direkt an die Kanzlerin gerichtet. Angela Merkel weilte jedoch an diesem Tag in Belgien.

sef/dpa/dapd

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insgesamt 510 Beiträge
ewspapst 02.11.2010
Vor den Medien sicher nicht und auch das Volk ist davor nicht geschützt.
Zitat von sysopIm Kanzleramt in Berlin ist ein verdächtiges Päckchen sichergestellt worden, das möglicherweise Explosivstoff enthielt. Dies haben laut Regierungssprecher Seibert Sprengstoffexperten der Polizei herausgefunden. Sind deutsche Regierungsstellen genug geschützt?
Vor den Medien sicher nicht und auch das Volk ist davor nicht geschützt.
cape2010 02.11.2010
... ist das skandalöse Sparpaket, das auf Kosten normaler Menschen die Lobbyisten und Abzocker in diesem Land bereichert. Bleibt zu hoffen, dass verstärkte Sicherheitsvorkehrungen wenigstens ein paar Menschen mehr zu einem [...]
Zitat von sysopIm Kanzleramt in Berlin ist ein verdächtiges Päckchen sichergestellt worden, das möglicherweise Explosivstoff enthielt. Dies haben laut Regierungssprecher Seibert Sprengstoffexperten der Polizei herausgefunden. Sind deutsche Regierungsstellen genug geschützt?
... ist das skandalöse Sparpaket, das auf Kosten normaler Menschen die Lobbyisten und Abzocker in diesem Land bereichert. Bleibt zu hoffen, dass verstärkte Sicherheitsvorkehrungen wenigstens ein paar Menschen mehr zu einem (hoffentlich ordenlich bezahlten) Job verhelfen.
Kassander 02.11.2010
Na klar, ist das eine Hauptschlagzeile wert: dass irgendein Idiot sich einen "Spass" gemacht hat. Hauptsache Terrorrrrr! Davon lebt die Journalie!
Na klar, ist das eine Hauptschlagzeile wert: dass irgendein Idiot sich einen "Spass" gemacht hat. Hauptsache Terrorrrrr! Davon lebt die Journalie!
archelys 02.11.2010
Man könnte eine derartige Glocke darüberbauen. Diese würde optisch zum Nachbargebäude passen: http://www.freiburg-schwarzwald.de/fotos09mai/akw2-t090620.jpg
Zitat von sysopIm Kanzleramt in Berlin ist ein verdächtiges Päckchen sichergestellt worden, das möglicherweise Explosivstoff enthielt. Dies haben laut Regierungssprecher Seibert Sprengstoffexperten der Polizei herausgefunden. Sind deutsche Regierungsstellen genug geschützt?
Man könnte eine derartige Glocke darüberbauen. Diese würde optisch zum Nachbargebäude passen: http://www.freiburg-schwarzwald.de/fotos09mai/akw2-t090620.jpg
pariah_aflame 02.11.2010
also eine gute idee für mehr sicherheit wären aus meiner sicht nacktscanner vor jedem regierungsgebäude. das hätte dann vielleicht auch pädagogische effekte bei den verantwortlichen ...
also eine gute idee für mehr sicherheit wären aus meiner sicht nacktscanner vor jedem regierungsgebäude. das hätte dann vielleicht auch pädagogische effekte bei den verantwortlichen ...
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