Brandanschlag Baufahrzeug auf Moschee-Baustelle angezündet

Unbekannte haben auf dem Gelände der umstrittenen Ahmadiyya-Muslim-Moschee in Berlin-Heinersdorf einen Bauwagen in Flammen gesetzt. Eine Stadtteil-Bürgerinitiative hatte sich gegen den Bau gewehrt, weil sie dort radikale Aktivitäten fürchtet. Der Staatsschutz ermittelt.


Berlin - An der Baustelle der Moschee der Ahmadiyya Muslim Gemeinde im Berliner Stadtteil Heinersdorf ist ein Baufahrzeug in Flammen aufgegangen. Anwohner entdeckten das Feuer und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Nachdem der Brand gelöscht war, stellte sich heraus, dass das Feuer in dem Kippfahrzeug gelegt worden war.

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde will in Heinersdorf für ihre rund 250 Berliner Mitglieder eine zweistöckige Moschee mit einem zwölf Meter hohen Minarett errichten. Der Grundstein war im Januar gelegt worden. Anfang 2008 soll die Moschee fertig sein.

Gegen den Bau hat sich eine Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger organisiert, die auch von der Pankower CDU und dem Unions-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Friedbert Pflüger, unterstützt wird. Die Gegner befürchten in dem muslimischen Gotteshaus Aktivitäten von radikalen Kräften. Der Berliner Verfassungsschutz sieht hierfür jedoch keine Anhaltspunkte.

Bei dem Brand kam niemand zu Schaden. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

van/ddp



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