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Brandenburg: Rechtsextremer gesteht Brandanschlag in Zossen

Von Stefan Berg

Sie wollten dem Extremismus den Kampf ansagen - dann stand das Gebäude einer brandenburgischen Bürgerinitiative im Städtchen Zossen plötzlich in Flammen. Im Inneren befand sich eine Ausstellung über das jüdische Leben im Ort. Nun hat ein Rechtsextremer zugegeben, das Feuer gelegt zu haben.

Berlin - Der Brandanschlag auf das "Haus der Demokratie" im brandenburgischen Zossen ist offenbar aufgeklärt. Der rechtsextreme Daniel S. hat gegenüber der Polizei ein Geständnis abgelegt und auch die rechtsextreme Motivation der Tat eingeräumt.

Das Haus war in der Nacht zum 23. Januar bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten zwei einschlägig bekannte Rechtsextreme vor dem Haus posiert und sich gegenseitig fotografiert. Sie waren erst als Zeugen vernommen worden, später als Tatverdächtige.

Auf rechtsextremen Internetseiten war gegen das Haus und seine Betreiber in den letzten Monaten massiv gehetzt worden, der Sprecher der Initiative, Jörg Wanke, war immer wieder bedroht worden. In dem "Haus der Demokratie" befand sich eine Ausstellung über das jüdische Leben in Zossen. Die "Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht" hatte das Haus erst im September 2009 eröffnet, bereits kurz danach hatten Unbekannte das Gebäude mit Hilfe eines Pulverfeuerlöschers verwüstet und Scheiben eingeschlagen. Die Initiative warnt seit langem vor sogenannten Freien Kameradschaften in Zossen, die als extrem gewaltbereit gelten.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
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1. ?
Kapnix, 29.01.2010
Merkwürdig, das Thema steht über eine Stunde im Forum und noch immer hat niemand auf die genauso große Gefährlichkeit des Linksextremismus hingewiesen. Sitzen noch alle am Mittagstisch und essen Fisch?
2. Polizeibericht
krabat123 29.01.2010
Zitat aus BerlinOnline.de: "Eine Woche nach dem Feuer im Zossener «Haus der Demokratie» ist ein Jugendlicher festgenommen worden. Er sei dringend der Brandstiftung verdächtig, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf Anfrage. Der 16-Jährige gehöre nicht zur rechtsextremen Szene, habe aber eine rechte Gesinnung. Er soll noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden und nach bisherigen Erkenntnissen die Tat allein begangen haben." Herr Berg hätte diese Infos auch noch in den Artikel aufnehmen können, wenn er gewollt hätte.
3. oh weh
Kapnix, 29.01.2010
Zitat von krabat123Zitat aus BerlinOnline.de: "Eine Woche nach dem Feuer im Zossener «Haus der Demokratie» ist ein Jugendlicher festgenommen worden. Er sei dringend der Brandstiftung verdächtig, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf Anfrage. Der 16-Jährige gehöre nicht zur rechtsextremen Szene, habe aber eine rechte Gesinnung. Er soll noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden und nach bisherigen Erkenntnissen die Tat allein begangen haben." Herr Berg hätte diese Infos auch noch in den Artikel aufnehmen können, wenn er gewollt hätte.
Ein Mensch mit rechter Gesinnung der einen offenbar politsch motivierten Brandanschlag gestanden hat ist in Ihren Augen nicht rechtsextrem? Merkwürdige Sicht der Dinge.
4. Prüfung auf rechts?
maumi 29.01.2010
Zitat von KapnixEin Mensch mit rechter Gesinnung der einen offenbar politsch motivierten Brandanschlag gestanden hat ist in Ihren Augen nicht rechtsextrem? Merkwürdige Sicht der Dinge.
Wie prüfen die "zuständigen Organe" eigentlich so schnell die "Gesinnung" auf rechts? Gibts dafür Prüfbogen oder werden die Probanden an einen "Gesinnungscomputer" angeschlossen oder ist nur der subjektive Eindruck eines Ermittlers entscheidend? Mit diesem Vorwurf ist der Tatverdächtigte ja quasi schon vorverurteilt, auch wenn sich der Verdacht nicht erhärten sollte. Im "Mittwochsfilm der ARD"-"Zivilcourage" formulierten bei einem Glas Rotwein ja selbst schon Alt68er das, was man landläufig unter "rechter Gesinnung" versteht.
5. ???
Kapnix, 29.01.2010
Zitat von maumiWie prüfen die "zuständigen Organe" eigentlich so schnell die "Gesinnung" auf rechts? Gibts dafür Prüfbogen oder werden die Probanden an einen "Gesinnungscomputer" angeschlossen oder ist nur der subjektive Eindruck eines Ermittlers entscheidend? Mit diesem Vorwurf ist der Tatverdächtigte ja quasi schon vorverurteilt, auch wenn sich der Verdacht nicht erhärten sollte. Im "Mittwochsfilm der ARD"-"Zivilcourage" formulierten bei einem Glas Rotwein ja selbst schon Alt68er das, was man landläufig unter "rechter Gesinnung" versteht.
Zitat: "Der rechtsextreme Daniel S. hat gegenüber der Polizei ein Geständnis abgelegt und auch die rechtsextreme Motivation der Tat eingeräumt."
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