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Brandenburg: Staatsanwalt ermittelt gegen CDU-Mann Petke

In der Brandenburger E-Mail-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Cottbus Ermittlungen gegen den ehemaligen CDU-Generalsekretär Sven Petke eingeleitet. Er soll gemeinsam mit einem Parteikollegen den E-Mail-Verkehr von Mitgliedern des Landesvorstandes überwacht haben.

Cottbus - Es bestehe der Verdacht der Datenunterdrückung, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft heute in Cottbus. Die Ermittlungen richteten sich neben Petke auch gegen den beurlaubten Landesgeschäftsführer Rico Nelte und den früheren Internetdienstleister des CDU-Landesverbandes, Daniel Schoenland.

Ermittlungsverfahren: Sven Petke soll E-Mails überwacht und teilweise nicht weitergeleitet haben
DPA

Ermittlungsverfahren: Sven Petke soll E-Mails überwacht und teilweise nicht weitergeleitet haben

Schoenland hatte Petke und Nelte vorgeworfen, E-Mails an Mitglieder des Landesvorstandes überwacht oder abgefangen zu haben. Einen entsprechenden Strafantrag samt möglichen Beweisen hatte der Medienunternehmer bei der auf Computerkriminalität spezialisierten Staatsanwaltschaft Cottbus eingereicht. Nach Ansicht der Behörde kommt aber auch Schoenland selbst als Tatverdächtiger in Betracht.

Petke war nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf Druck von Landeschef Jörg Schönbohm zurückgetreten. Nur einen Tag später machte er seine Bewerbung um das Amt des Landeschefs öffentlich. Die will er auch jetzt nicht zurückziehen: Er will für den Vorsitz seiner Partei kandidieren. "Ich habe mich stets korrekt verhalten", sagte er heute.

ler/ddp/dpa

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