Rot-Grüne Koalition Carsten Sieling zum Bremer Bürgermeister gewählt

Das kleinste Bundesland hat einen neuen Regierungschef: Die Bremer Bürgerschaft hat Carsten Sieling zum Bürgermeister gewählt. Der SPD-Politiker führt die Koalition mit den Grünen fort.

Bremer Bürgermeister Sieling: Regierungschef in der Doppel-Stadt
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Bremer Bürgermeister Sieling: Regierungschef in der Doppel-Stadt


Die Bremer Bürgerschaft hat Carsten Sieling zum Nachfolger des zurückgetretenen Ex-Bürgermeisters Jens Böhrnsen gewählt. Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete wurde im Landtag mit großer Mehrheit in dieses Amt gewählt.

Der 56-jährige Sieling erhielt 46 Jastimmen und damit zwei mehr, als die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen zusammen im Parlament haben. 33 Abgeordnete stimmten gegen Sieling, drei Abgeordnete enthielten sich der Stimme, einer fehlte entschuldigt.

Sieling gilt als Hoffnungsträger im mit mehr als 20 Milliarden Euro hoch verschuldeten Bremen. Er löst seinen Vorgänger Böhrnsen als Regierungschef ab, der nach den Verlusten seiner Partei bei der Wahl am 10. Mai seinen Rückzug erklärt hatte.

Nach der Wahl der künftigen Senatoren kann der neue Senat damit die Regierungsarbeit aufnehmen - gut neun Wochen nach der Bürgerschaftswahl. Wie bisher werden die Grünen wieder drei der sieben Senatorenämter besetzen.

Ende Juni hatten SPD und Grüne ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und sich auf die Regierungsposten geeinigt. Rot-Grün regiert seit 2007 im kleinsten Bundesland.

Bremen-Wahl

mxw/dpa

insgesamt 5 Beiträge
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c.PAF 15.07.2015
1.
So bleibt Bremen sicher weiter ein Empfängerland...
karlmeier6565 15.07.2015
2. Das Armenhaus Deutschlands!
Da wird von Griechenland geredet,und in Bremen sind die Zustände noch haltloser.Zum Glück wohne ich im Osten.,..mit vieler neuer Infrastruktur und blühender Industrie.
zappa99 15.07.2015
3. Seit 60 Jahren ständig das Schlusslicht
und das ist unser Erfolgsrezept. Bremen ist immerhin ein gutes Beispiel dafür, dass Demokratie nicht zwangsläufig zum Erfolg führt. Das muss man anerkennen.
charlybird 15.07.2015
4. Demokratie ist immer gut.
Aber Kapitalismus und damit zusammenhängende Verteilungsmodalitäten in selbiger, können schon mal sehr verzerrend wirken. Und wenn einige Kommentatoren hinsichtlich dieses kleinen Bundeslandes einmal ein wenig Ursachenforschung betreiben würden, käme auch nicht immer wieder der zu lesende Müll dabei heraus. Ich persönlich finde, man sollte Bremen Niedersachsen anbieten, ich glaube die Stadt wäre sehr schnell einen Teil ihrer Probleme los, weiß aber nicht wie die Niedersachsen das fänden. :-)
darthmax 15.07.2015
5. Wahl
Wenn politiker Ihre Partei Verlassen oder wechseln wird uns Bürgern immer erzählt, dass es ja eine Person war, die unabhängig von der Partei gewählt wurde. Tritt ein Politiker , der gewählt wurde, nicht an, ( auch in HH damals Herr Voscherau) so hat der Wähler es zu schlucken. Herr Sieling stand nicht auf einem Wahlzettel.
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