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Botschaft besetzt: Flüchtlingsaktivisten in Brüssel unterstützen Schulbesetzer

Flüchtlinge verlassen die Gerhart-Hauptmann-Schule: Noch nicht alle Bewohner haben das Gebäude geräumt Zur Großansicht
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Flüchtlinge verlassen die Gerhart-Hauptmann-Schule: Noch nicht alle Bewohner haben das Gebäude geräumt

Ein kleiner Teil der Flüchtlinge, Obdachlosen und Roma-Familien will die besetzte Schule in Berlin-Kreuzberg nicht verlassen. Am Dienstag sollte das Gebäude bereits geräumt werden. Nun erhalten die Besetzer Unterstützung - in Brüssel.

Brüssel/Berlin - Flüchtlinge, Obdachlose und Roma-Familien wohnen seit 2012 in der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. Obwohl der Bezirk das Gebäude am Dienstag mithilfe der Polizei räumen wollte, verlässt ein Teil von ihnen das Gebäude bisher nicht. Für ihr Anliegen haben sich am Mittwoch auch Flüchtlingsaktivisten starkgemacht: Sie sind in die deutsche Botschaft in Brüssel und in das Berliner Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg eingedrungen.

Dem Bezirksamt war es in der Nacht zum Mittwoch nicht gelungen, sämtliche Bewohner zum Auszug aus der ehemaligen Schule zu bewegen. Etwa 40 Besetzer verharren noch in dem Gebäude. 190 von 211 registrierten Flüchtlingen seien hingegen in ein Flüchtlingsheim umgezogen.

Besetzung in Brüssel aufgelöst

Protest gegen die Räumung fand am Mittwoch auch in der belgischen Hauptstadt statt: Knapp zwei Dutzend Mitglieder der Gruppe "Marsch für die Freiheit" hatten in der deutschen Botschaft demonstriert. "Die unerlaubte Besetzung wurde durch die belgische Polizei aufgelöst", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Personen- oder Sachschäden seien nicht entstanden, 23 deutsche Staatsangehörige wurden vorübergehend festgenommen.

Ein Sprecher der Brüsseler Demonstranten erklärte, die Gruppe verlange Bleiberecht für die Menschen in Deutschland. Ein Schreiben mit ihren Forderungen sei den "zuständigen Stellen in der Berliner Senatsverwaltung sowie der Verwaltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg" weitergeleitet worden, erklärte das Auswärtige Amt.

Unterstützer der verbleibenden Besetzer der Berliner Schule drangen auch in das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg ein. Sie blockierten den Flur des Amtszimmers von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann und skandierten ihre Forderungen. Das teilte ein Sprecher am Nachmittag mit. Viele Mitarbeiter hätten sich in ihren Zimmern eingeschlossen.

vek/dpa

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1. Wir werden immer mehr fremdbestimmt
bergfex55 30.09.2014
ausgerechnet die Roma, den Begriff Zigeuner, der Jahrhunderte lang im Sprachgebrauch Europas galt, darf man ja nicht mehr verwenden, haben sich nie in ihren Herkunftsländern integrieren lassen. Wieso ,Weil Hartz 4 lockt oder Romano Rose sentimentale Worte verwendet???
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