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Berlin-Kreuzberg: Bürger verhindern NPD-Kundgebung vor Flüchtlingscamp

Rund 450 Bürger haben sich in Berlin-Kreuzberg einer NPD-Kundgebung in den Weg gestellt. Die Rechtsextremen hatten eine Bustour zu mehreren Flüchtlingscamps geplant - ihre Aktion beim Oranienplatz konnten die Gegendemonstranten unterbinden.

Berlin - Hunderte Bürger haben in Berlin-Kreuzberg eine NPD-Kundgebung verhindert. Die NPD-Anhänger hatten eine Bustour zu mehreren Flüchtlingsheimen in Berlin angekündigt. In der Nähe eines Flüchtlingscamps am Oranienplatz blockierte am Samstagmorgen eine Gruppe mit rund 450 Gegendemonstranten die Wegstrecke.

Der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke habe die Aktion dort abgesagt, nachdem er von den vielen Gegendemonstranten erfahren habe, sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt der Nachrichtenagentur dpa.

Am Mittag versammelten sich außerdem rund 15 Rechtsextreme in Marzahn-Hellersdorf. Auch dort wurden sie von Gegendemonstranten mit Sprechchören wie "Haut ab!" empfangen. Bereits am vergangenen Dienstag war es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu fremdenfeindlichen Protesten gegen ein dort geplantes Flüchtlingsheim gekommen.

Seit Monaten schwelt in Deutschland ein Streit über ein Verbot der rechtsextremen NPD. Am Freitag hatte die Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht jedoch angekündigt, dass die Ländern ihren Verbotsantrag erst nach der Bundestagswahl stellen wollten. Es gelte, noch Sachfragen zu klären. Die Materialsammlung sei jedoch "eindeutig".

irb/dpa

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