Geheimdienste Verfassungsschutz will Mitarbeiterzahl verdoppeln

Verfassungsschutzpräsident Maaßen plant einen Ausbau seines Geheimdienstes. Nach Informationen des SPIEGEL soll die Behörde bis zum Jahr 2021 auf fast 6000 Mitarbeiter anwachsen.

Bundesamt für Verfassungsschutz
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Bundesamt für Verfassungsschutz


Am vergangenen Donnerstag verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer im Bundestag für sein Ministerium einen "Haushalt der Superlative". Er werde um eine Milliarde auf 15 Milliarden Euro steigen. Die Sicherheitsoffensive der vergangenen Jahre, sagte Seehofer, gehe weiter.

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Dazu gehört offenbar auch eine Expansion des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV). Bei der Behörde soll nach SPIEGEL-Informationen die Anzahl der Beschäftigten nahezu verdoppelt werden.

Der Verfassungsschutz soll bis 2021 auf fast 6000 Mitarbeiter anwachsen, dafür werden dort rund 2900 neue Stellen geschaffen. Der wegen seiner Äußerungen zu den Krawallen in Chemnitz in der Kritik stehende Maaßen beabsichtigt nach Informationen aus dem Bundesinnenministerium, seine Behörde damit strukturell an den Bundesnachrichtendienst (BND) anzugleichen. Derzeit hat das BfV 3110 Mitarbeiter, der BND über 6500.

Neben dem Stellenzuwachs sollen auch die Abteilung Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz sowie die für Islamismus und islamistischen Terrorismus umstrukturiert und damit gestärkt werden.

Aus Behördenkreisen ist auch Kritik an den Plänen zu vernehmen, da das Thema Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus offenbar zu kurz komme.

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