Bundesanwaltschaft Deutscher soll für jordanischen Geheimdienst spioniert haben

Ein Mann soll eine Moschee in Hildesheim ausgespäht haben, die als Treffpunkt für Radikale galt: Jetzt haben die Behörden einen 33 Jahre alten Deutschen festgenommen, er sitzt in U-Haft.

Die Polizei vor einer Moschee in Hildesheim (Archiv)
DPA

Die Polizei vor einer Moschee in Hildesheim (Archiv)


Die Bundesanwaltschaft hat einen 33 Jahre alten Deutschen festnehmen lassen, der für den jordanischen Geheimdienst spioniert haben soll. Alexander B. habe den Auftrag gehabt, Informationen über eine als Radikalen-Treff bekannte Moschee in Hildesheim zu sammeln. Das teilte die Karlsruher Behörde mit.

Das niedersächsische Innenministerium hatte den Verein Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim (DIK) im März 2017 verboten und dessen Moschee versiegeln lassen. Die Sicherheitsbehörden hatten Erkenntnisse, dass dort Kämpfer für die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) im Irak und in Syrien rekrutiert wurden. Auch Anschlagspläne in Deutschland seien ins Auge gefasst worden.

Der nun Festgenommene soll seinen Auftraggebern Informationen über mehrere Personen geliefert haben, die in den Dschihad ziehen und nach Syrien ausreisen wollten oder sich schon dort aufhielten. Wo er am Dienstag festgenommen wurde, teilte die Bundesanwaltschaft nicht mit. Der Mann wurde mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft.

aev/dpa/AFP



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