Bundestagswahl 2013: Merkel schließt Große Koalition nicht aus

Angela Merkel: "Eine große Koalition strebt nun wirklich niemand an" Zur Großansicht
AP/ dpa

Angela Merkel: "Eine große Koalition strebt nun wirklich niemand an"

Angela Merkel äußert sich zum Thema Große Koalition. Es wäre völlig unglaubwürdig, eine Regierung mit der SPD auszuschließen, sagte die Bundeskanzlerin. Schließlich werde es bei der Wahl "sehr, sehr knapp".

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nicht ausschließen, nach der Bundestagswahl am 22. September wieder mit der SPD zu regieren. Sie sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", es wäre "für die Menschen in Deutschland besser, wenn wir die christlich-liberale Koalition fortsetzen könnten". Niemand strebe eine Große Koalition an.

Allerdings habe sie "einmal eine Große Koalition geführt, so dass ich völlig unglaubwürdig wäre, wenn ich sie ausschlösse". Es werde, wie es bei Bundestagswahlen oft der Fall sei, "sehr, sehr knapp".

Indirekt räumte sie einen holprigen Start ihrer schwarz-gelben Regierung ein. Allerdings würden Union und FDP inzwischen "sehr gut zusammenarbeiten, was zu Beginn der Legislaturperiode zunächst noch schwierig war".

Laut ARD-Deutschlandtrend kämpfen Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück beide mit Verlusten, bei der Direktwahlfrage liegt Angela Merkel aber mit 55 Prozent (minus 5) deutlich vor Steinbrück (22 Prozent/minus 6).

Weiterhin liegt Schwarz-Gelb knapp vorn, die Deutschen hätten aber mit 23 Prozent Zustimmung am liebsten eine Große Koalition.

mon/dpa

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 114 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. FDP nicht mehr alternativlos
rainer_daeschler 16.08.2013
Angela Merkels kann rechnen. Sie wäre bei kategorischer Ablehnung einer Koalition mit der SPD den Liberalen völlig ausgeliefert. Bleibt die FDP unter 5%, wäre Merkels Kanzlerschaft dann vorbei. Schafft es die FDP so gerade in den Bundestag, kann sie der CDU Bedingungen diktieren. Dass sie dazu gerne neigt, hat sie unter Philipp Rösler schon mehrfach vorgeführt. Mit der SPD als Koalitionspartner ist Angela Merkel das Kanzleramt so gut wie sicher und sie ist sicher vor der FDP, sollte die nach einer erfolgreichen Wahl auftrumpfen wollen. Sie wäre für die Kanzlerin nicht mehr alternativlos.
2. was lernen wir daraus?
erwin0815 16.08.2013
Machterhalt. Mit Ankündigung. Mit Verlaub, forist Nummer 1,aber sie leiden an kindlicher Naivität. Unsere Demokratie ist schon lange tot, wenn sie es überhaupt jemals gegeben hat. Ihre Analyse entspricht der gewollten Gleichschaltung.
3. Hm...
kone 16.08.2013
Die FDP raus, das wäre schon ein Erfolg, da die vorgestrige neoliberale Ideologie ihrer destruktiven politischen Macht damit endlich beraubt wäre. Wenn es zudem eine starke LINKE gäbe, wäre eine Große Koalition kein Beinbruch. Auf dieses Fundament könnte dann eine überfällige ÖFFENTLICHE Diskussion darüber beginnen, wie wir wieder eine homogene gesellschaftliche Entwicklung hinbekommen könnten!
4. Das WÄRE so, ...
MephistoX 16.08.2013
Zitat von rainer_daeschlerMit der SPD als Koalitionspartner ist Angela Merkel das Kanzleramt so gut wie sicher
... WENN sich die SPD erneut auf eine Große Koalition einließe (was ich als Sozi persönlich NICHT hoffe), aber dazu kann sie von Merkel nicht gezwungen werden, insbesondere wenn nun mal keine entsprechende Vertrauens- und Sachbasis da ist. Meines Erachtens MUSS die SPD zunächst alle anderen Alternativen ernsthaft ausloten und ggf. auch ne temporäre Minderheitsregierung in Kauf nehmen, damit sie halbwegs glaubwürdig bleiben kann. Falls es nach der BTW bei "unklaren Verhältnissen" tatsächlich zu ner Mitgliederbefragung kommen sollte, werde ich mich jedenfalls definitiv GEGEN eine Neuauflage einer Großen Koalition aussprechen - zumal GroKos bereits im Ansatz eher "demokratiefeindlich" sind, weil sie eine zu schwache Opposition "übriglassen"
5. Was spielt es für eine Rolle?
donnerfalke 16.08.2013
Ob FDP oder SPD oder CDU, alle sind Wirtschaftsnazis, klar können sie alle ihre große Koalition machen, es geht ja nicht mehr um Politik sondern nur um Parteispenden, Nebenjobs und warme Nester im Vorstand. Korruptes Pack halt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Deutschland
RSS
alles zum Thema Bundestagswahl 2013
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 114 Kommentare
  • Zur Startseite