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Bundeskriminalamt: Mehrere Deutsche zur Ausbildung in Terrorcamps

Die deutschen Sicherheitsbehörden befürchten, dass derzeit mindestens vier deutsche Islamisten in Terrorcamps ausgebildet werden. Im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan sollen sie sich auf Anschläge in Deutschland vorbereiten.

Hamburg - Mindestens vier Islamisten aus Deutschland lassen sich nach Informationen des SPIEGEL derzeit in Terrorcamps im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan ausbilden. Ein deutscher Konvertit sowie ein staatenloser Libanese aus dem saarländischen Neunkirchen seien über Dubai und Iran nach Pakistan gereist, berichtet der SPIEGEL unter Berufung auf Erkenntnisse des Bundeskriminalamts (BKA). Die beiden Männer gelten demnach als Anhänger der Islamischen Dschihad-Union (IJU), die im Herbst einen Anschlag in Deutschland geplant hatte.

Ein 25-Jähriger sei zudem aus Frankfurt am Main verschwunden, nachdem er seiner Familie in einem Abschiedsbrief angekündigt hatte, sich dem bewaffneten Dschihad anzuschließen. Vermisst wird ein 28-Jähriger aus Ansbach, der seine Wohnung in Bayern aufgelöst habe und dessen Spur sich an der pakistanischen Grenze verliere. Aus E-Mails schlössen die Ermittler, dass der Mann mitsamt seiner Familie in den Heiligen Krieg ziehen wollte.

"In den pakistanischen Stammesgebieten ist die Entscheidung gefallen, Anschläge in Europa und auch in Deutschland zu begehen", sagte Innenstaatssekretär August Hanning dem SPIEGEL. "Die Gefahr ist eher noch höher als im vergangenen Sommer." Die Sicherheitsbehörden versuchten deshalb, die Rückkehr der Islamisten nach Deutschland zu verhindern.

amz/AFP

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