Neue Angaben für November Bundespolizei zählt knapp 180.000 Flüchtlinge

Der Zahl der Flüchtlinge in Deutschland wird im November einen neuen Höchststand erreichen. Die Bundespolizei spricht schon jetzt von rund 180.000 Einreisenden.

Flüchtlinge warten an der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern: Prognose des Bundes für das Gesamtjahr überschritten
DPA

Flüchtlinge warten an der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern: Prognose des Bundes für das Gesamtjahr überschritten


Trotz Kälte und Schnee kommen immer noch Tausende Migranten nach Deutschland. Die Bundespolizei spricht von einem neuen Höchststand im November, seit Monatsbeginn seien bereits knapp 180.000 illegale Einreisen registriert worden, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Allein am Wochenende seien 14.482 Flüchtlinge gezählt worden. Am Sonntag seien es 7362 Migranten gewesen, davon 6128 in Bayern, sagte der Sprecher. Am Samstag habe man bundesweit 7120 verzeichnet, 5913 davon seien über Österreich gekommen. Die Zahlen der Bundespolizei beruhen auf Kontrollen im Grenzgebiet, durch sie werden jedoch längst nicht alle Migranten erfasst.

Der bisherige Monatsrekord wurde im Oktober mit 181.000 registrierten neuen Flüchtlingen erreicht. Seit dem 8. November, als mit 8381 Personen zuletzt die Achttausender-Marke überschritten wurde, kamen in den vergangenen zwei Wochen pro Tag zwischen 7000 und 8000 Menschen illegal in die Bundesrepublik. Mehr als 10.000 Migranten an einem Tag wurden zuletzt am 5. November gezählt.

Die Prognose des Bundes für das Gesamtjahr von 800.000 Flüchtlingen ist damit deutlich überschritten. Bis Ende Oktober hatten die Bundesländer 758.500 Flüchtlinge registriert. Die CSU und der Zentralrat der Juden fordern eine Obergrenze für ankommende Flüchtlinge. Bundeskanzlerin Angela Merkel erteilte dem Vorhaben auf dem CSU-Parteitag am Freitag jedoch erneut eine Absage.

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heb/Reuters



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