Politiker-Gehalt: Gauck will mehr Geld für Merkel
Wie viel sollen Politiker verdienen? Gerade ist der Ehrensold für frühere Bundespräsidenten erhöht worden, da sieht Joachim Gauck an anderer Stelle Handlungsbedarf: Die Bezüge von Kanzlerin Merkel seien "angesichts ihrer ungeheuren Belastung" zu niedrig.
Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in die Diskussion um Politiker-Gehälter eingeschaltet: Seiner Ansicht nach wird vor allem Kanzlerin Angela Merkel zu gering entlohnt. Die geplante Erhöhung ihres Soldes sei "angesichts ihrer ungeheuren Belastung" eigentlich zu niedrig, sagte Gauck.
Damit schaltet er sich in eine Debatte ein, die sich vor allem an seinem Amtsvorgänger entzündet: Denn auch die Bezüge von Ex-Staatschef Christian Wulff sollen 2013 steigen, wie aus einem Bericht der Zeitung "Bild" hervorgeht. Wulff war nach 20 Monaten von seinem Amt zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme aufgenommen hatte. Er erhält den vollen Ehrensold.
Dieser soll laut dem Bericht auf künftig 217.000 Euro im Jahr erhöht werden - von 199.000, die bislang gezahlt werden. Die Zahlung ist an die Bezüge des Bundespräsidenten gekoppelt. Damit verdient auch ein ehemaliger Staatschef rund 11 Prozent mehr als die amtierende Kanzlerin.
Zum Ehrensold und zu seinem Vorgänger Wulff wollte sich Gauck nicht äußern. Allerdings hob er die Leistungen von Kanzlerin Merkel hervor: Sie arbeite sehr viel und hart und man müsse sich fragen, ob ihre Entlohnung "angemessen" sei.
heb
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