Bundespräsidenten-Affäre Wulffs Ehefrau soll kostenlos Luxusmode getragen haben

Nach Hauskredit und Bild-Affäre muss sich der Bundespräsident auch kritischen Fragen zur Garderobe seiner Frau stellen. Bettina Wulff soll kostenlos Kleider deutscher Luxus-Modehersteller genutzt haben. Das berichtet der "Focus".

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Berlin - Wieder neue Vorwürfe in der Affäre Wulff, dieses Mal richten sie sich nicht gegen Bundespräsident Christian Wulff, sondern dessen Ehefrau Bettina: Sie soll mehrfach "aufwendige Kleider deutscher Luxus-Modehersteller" kostenlos genutzt haben, berichtet der "Focus".

"Frau Wulff wurde von verschiedenen deutschen Modehäusern Bekleidung aus den im Handel käuflichen Kollektionen zur Verfügung gestellt", sagte Wulffs Anwalt Gernot Lehr dem Magazin. "Einige Kleider wurden kostenlos bereitgestellt." Bei der Erstellung der Steuererklärung seien sie jedoch berücksichtigt worden.

Andere Bekleidung sei gekauft oder gegen Gebühr geliehen worden. Die Hersteller Basler und Rena Lange, deren Kleider Bettina Wulff häufig bei offiziellen Anlässen trägt, wollten sich zu dem Vorgang nicht äußern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt "Focus" zufolge seit Jahren Vorstöße von Luxus-Modeherstellern ab, sie kostenlos mit Kleidung für öffentliche Anlässe auszustatten. Prominente sind begehrte Werbeträger für die Unternehmen: Sie werten aus, was eine Verbreitung ihres Namens in derselben Reichweite als Anzeige gekostet hätte.

Christian Wulff hatte bereits im Interview mit ARD und ZDF am Mittwoch gesagt, er sei auch von Journalisten gefragt worden, "wer die Kleider für Ihre Frau bezahlt hat, welche geliehen waren, welche sozusagen als geldwerter Vorteil versteuert werden". Dazu könne er jetzt nur sagen: "Ich gebe Ihnen gern auf die 400 Fragen 400 Antworten." Sein Anwalt Lehr war in seiner sechsseitigen Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen Wulff nicht speziell auf dieses Thema eingegangen.

Der befreundete Unternehmer Egon Geerkens soll nach dem "Focus"-Bericht zudem mehrere "Gegenstände" aus dem Nachlass von Wulffs Vater nach dessen Tod 1998 erworben haben.

heb

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joolian123 06.01.2012
1. Na und???
Zitat von sysopNach Hauskredit und Bild-Affäre muss sich der Bundespräsident auch kritischen Fragen zur Garderobe seiner Frau stellen. Bettina Wulff soll kostenlos Kleider deutscher Luxus-Modehersteller genutzt haben. Das berichtet der "Focus". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807602,00.html
Oh mein Gott, ich glaub in China ist gerade ein Sack Reis umgefallen...
forumgehts? 06.01.2012
2. Ich
Zitat von sysopNach Hauskredit und Bild-Affäre muss sich der Bundespräsident auch kritischen Fragen zur Garderobe seiner Frau stellen. Bettina Wulff soll kostenlos Kleider deutscher Luxus-Modehersteller genutzt haben. Das berichtet der "Focus". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807602,00.html
bin ja gespannt, er der Buprä-Familie das Toilettenpapier gesponsort hat.
trebsleg 06.01.2012
3. Verkehrte Welt ...
Focus, dieses Flachgeschütz der Reaktion, versucht sich also in BLÖD-Manier, während sich die wahre und echte BLÖD vornehm zurückhält ... oder Burda goes Springer. Das wird langsam lächerlich. Wulff soll, muss gehen, aber nicht weil seine Frau sich als Werbeträger für Luxusmarken zur Verfügung stellt, oder weil Herr Geerken Dinge aus dem Nachlass von Wulffs Vater erworben hat. Sondern weil er sich in ein Netz von Heimlichtuerei, Halbwahrheiten und Lügen verstrickt hat, das ihn als obersten Repräsentanten des Staates untragbar macht.
ratxi 06.01.2012
4. Titel abstossend
Zitat von sysopNach Hauskredit und Bild-Affäre muss sich der Bundespräsident auch kritischen Fragen zur Garderobe seiner Frau stellen. Bettina Wulff soll kostenlos Kleider deutscher Luxus-Modehersteller genutzt haben. Das berichtet der "Focus". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807602,00.html
Es ist mir--spätestens jetzt--zu blöd geworden. Ist unsere Gesellschaft tatsächlich so verkommen, dass sie so etwas braucht, so etwas will? Schliesslich sind die Medien nichts als der Spiegel der Gesellschaft, versorgen das Volk mit dem, wonach es giert. Es ist abstossend.
hasenfuss27 06.01.2012
5. ...
Zitat von sysopNach Hauskredit und Bild-Affäre muss sich der Bundespräsident auch kritischen Fragen zur Garderobe seiner Frau stellen. Bettina Wulff soll kostenlos Kleider deutscher Luxus-Modehersteller genutzt haben. Das berichtet der "Focus". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807602,00.html
Und wo ist die Überraschung? Sowas bekommt jeder D-Promi... Oder glaub her jemand ernsthaft, das "Uns Gerd" seine Brioni-Anzüge normal gekauft hätte?
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