Mali-Hilfe der Bundeswehr: Regierung bestreitet konkrete Anschlagsgefahr

Transall-Maschine in Mali: Logistische Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen Islamisten Zur Großansicht
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Transall-Maschine in Mali: Logistische Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen Islamisten

Die Bundesregierung befürchtet wegen der Hilfen für Mali zurzeit keine Terror-Bedrohung durch Islamisten. Ein Ministeriumssprecher dementierte einen Zeitungsbericht, wonach sich das Anschlagsrisiko mit dem Unterstützungseinsatz der Bundeswehr erhöht habe.

Berlin - In Deutschland gibt es derzeit keine Anzeichen für eine erhöhte Terrorgefahr wegen des Einsatzes im westafrikanischen Mali. "Im Phänomenbereich des islamistischen Terrorismus liegen aktuell keine Erkenntnisse oder Hinweise vor, die auf eine sich aus der französischen Militärintervention in Mali ergebende konkrete Gefährdung deutscher Interessen hindeuten", sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Das Ressort widersprach damit einem Bericht der "Bild"-Zeitung mit der Überschrift "Neue Terror-Gefahr in Deutschland", wonach deutsche Sicherheitsbehörden seit der Intervention in Mali vor einem wachsenden Anschlagsrisiko warnen. Die Zeitung berief sich auf ein geheimes Behördenpapier. Danach könne die Mali-Hilfe der Bundeswehr fanatisierte Einzeltäter oder Kleinstgruppen zu Anschlägen veranlassen. Die Angriffe könnten sowohl deutsche Einrichtungen im Inland wie im Ausland betreffen, hieß es.

Zwar stünden, erklärt dazu das Ministerium, "Deutschland und deutsche Interessen im Ausland auch weiterhin im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus." Es sei daher auch nicht auszuschließen, dass die Bundeswehr-Unterstützungen in Mali "bei Einzelpersonen oder Gruppen aus dem dschihadistischen Umfeld zu einer Emotionalisierung führen, die Reaktionen bis hin zu terroristischen Aktionen hervorrufen könnten". Genaue Hinweise dafür gibt es laut dem Sprecher derzeit jedoch nicht.

Gegen eine Bedrohung wegen der deutschen Mali-Unterstützung spricht auch, dass den Sicherheitsbehörden bisher keine militanten Islamisten aus Deutschland bekannt sind, die in dem westafrikanischen Land agieren. Das dürfte auch daran liegen, dass die islamistischen Rebellen in Mali gegenüber westlichen Unterstützern besonders vorsichtig sind, weil sie Spionage befürchten.

Die Bundesregierung hilft bei der Offensive französischer und malischer Truppen gegen islamistische Rebellen in Mali mit Transportflugzeugen und Ausrüstung. Deutschland plant die logistische Unterstützung in dem westafrikanischen Land auszuweiten. Einem Sprecher des Verteidigungsministeriums zufolge ist die Entsendung eines dritten Transall-Transportflugzeugs geplant. Die Bundeswehr transportiert seit einer Woche afrikanische Soldaten nach Bamako.

lab

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1. Schuld der Regierung
realpolitiker 29.01.2013
Über eine mögliche Terror-Gefahr soll sich doch niemand ernstlich verwundern. Das kommt doch davon, wenn eine Regierung an Aktionen teilnimmt, aus denen sie sich besser raushalten sollte, weil diese nicht im Interesse des Landes liegen. Da gilt der alte Grundsatzz: Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um! Etwaige Risiken gehen daher eindeutig auf das Konto der "mitmachenden" Regierung.
2. Terrorismus
Cococha 30.01.2013
Man sollte sich immer mal wieder vor Augen führen was Terrorismus bzw. Terror heißt. So wie ich das sehe, brauchen Al Qaida und was da sonst noch an Gruppierungen in dem Dunstkreis rumtingelt gar nicht mehr tätig zu werden. Ängste schüren für sie die die Springermedien und Kollegen: Wie praktisch! Al Qaida bedankt sich. Wir sind schon in Geiselhaft von der diffusen Möglichkeit einer Gefahr, bevor Deutschland überhaupt irgendwo tätig geworden ist. Und wenn nicht durch irgendwelche Kleinzellen oder Einzeltäter die nichtfunktionierende Baumarktbomben an Bahnhöfen hinterlegen, dann doch durch die schnelle Herbeiredung von großen Gefahren. Ein Wunder, dass unsere Sicherheitsfanatiker von der Union nicht gleich die Steilvorlage aufnehmen um wieder irgendwo die Einschränkung demokratischer Grundrechte ins Gespräch zu bringen.
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  • Dienstag, 29.01.2013 – 15:55 Uhr
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