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Zuwanderung: Regierung erwartet weiteren Flüchtlingsandrang nach Europa

Flüchtlinge in Passau (Januar 2015): Regierung rechnet weiter mit großer Anzahl von Migranten. Zur Großansicht
DPA

Flüchtlinge in Passau (Januar 2015): Regierung rechnet weiter mit großer Anzahl von Migranten.

Wie viele Flüchtlinge kommen in diesem Jahr? Die Bundesregierung rechnet nach Informationen des SPIEGEL mit einer Million Menschen, die allein die Türkei durchqueren werden. Davon dürften die meisten weiterziehen - auch nach Deutschland.

Das Bundesinnenministerium hält es für möglich, dass in diesem Jahr eine Million Flüchtlinge versuchen werden, die Türkei auf dem Weg nach Europa zu durchqueren. Die Türkei könne davon bestenfalls 200.000 zurückhalten und selbst unterbringen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Diese Zahlen präsentierte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium Ole Schröder (CDU) nach Informationen des SPIEGEL auf einem Treffen mit seinen Kollegen aus Schweden und Dänemark sowie EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos in Brüssel.

Schröder berief sich bei der Zusammenkunft am vergangenen Mittwoch dabei auf Prognosen des Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Auf dem Treffen kritisierte er laut Teilnehmern die EU-Kommission: "Die Maßnahmen zeigen noch keine Wirkung, die Zahlen gehen nicht zurück, derzeit kommen immer noch täglich im Schnitt 4000 Menschen von der Türkei nach Griechenland", so der CDU-Politiker.

Spitzenbeamte der EU-Kommission betonen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die in die EU kommen, bis spätestens Mitte des Jahres drastisch zurückgehen müsse, ansonsten sei die Flüchtlingskrise kaum noch zu beherrschen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte kürzlich in Berlin die Zahlen für das Jahr 2015 vorgestellt. Demnach sind im vergangenen Jahr in Deutschland fast 1,1 Millionen Flüchtlinge registriert worden - rund 428.500 davon aus Syrien. Der Innenminister betonte, wegen doppelter Registrierungen könne die Zahl auch unter einer Million liegen. Stark zugenommen hatte zuletzt die Zahl der Flüchtlinge aus Marokko und Algerien.

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