Bundestagswahl CDU-Vize Laschet schließt Koalition mit Grünen aus

Armin Laschet wirft den Grünen "Irrationalität" und "Ausstiegsrausch" vor. Deswegen ist der CDU-Vize zum jetzigen Zeitpunkt klar gegen eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene.

Armin Laschet (CDU)
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Armin Laschet (CDU)


Wie auch immer die neue Regierung nach der Bundestagswahl aussehen wird, aus Sicht von Armin Laschet (CDU) kann es nach aktuellem Stand keine Koalition der Union mit den Grünen geben. Das sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Die Grünen müssen sich von ihrer irrationalen Politikvorstellung und ihrem Ausstiegsrausch verabschieden, sonst kann es keine Zusammenarbeit geben", so Laschet. Aus Sicht des 56-Jährigen polemisierten die Grünen im Wahlkampf "gegen den Industriestandort Deutschland, gegen moderne Dieseltechnologie, gegen den Verbrennungsmotor als Ganzes". Diese "Irrationalität, die Cem Özdemir auch noch zur Koalitionsbedingung gemacht hat", sei nicht akzeptabel, sagte Laschet.

Der CDU-Politiker betonte, eine schwarz-gelbe Koalition zwischen Union und FDP sei seine Wunschvorstellung. "Eine Regierung aus Union und FDP bietet die größte politische Übereinstimmung zwischen Partnern." Die FDP habe sich verändert, lege viel Wert auf Gerechtigkeitsfragen und Bildungsthemen. "Für die notwendige soziale Ausgewogenheit würde die Union sorgen", sagte Laschet.



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insgesamt 79 Beiträge
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Mach999 09.09.2017
1.
Wer an altertümlichen Technologien festhält, verliert seinen Technologievorsprung. Die kurzfristige Denke der CDU/CSU und der Automobilindustrie ist dieselbe wie die von VW Ende der 60er-Jahre: Der Käfer läuft und läuft und läuft - warum sollte man das ändern. Hätte fast zum Bankrott von VW geführt. Heute machen wir denselben Fehler. Dabei ist Deutschland als Hochtechnologiestandort prädestiniert dafür, die Zukunft zu gestalten. Wenn man aber nur auf die Gewinne des nächsten Quartals schaut, verliert man seinen Vorsprung. Wir verspielen unter Führung der CDU/CSU unsere Zukunft.
klausbrause 09.09.2017
2.
Nachdem die grünen bereits jetzt anmuten wie der Arbeitskreis "Gedöns" der CDU dreht der zu Recht bisher unbemerkte Herr Laschet die Daumenschrauben noch ein wenig fester. Und die Rechnung wird aufgehen: Die ÖzdemirKretzschmannGöringHabeckPalmer-Partei wird auch über dieses Stöckchen springen und mit staatfraumännischer Geste Anfang Oktober festellen, daß mit den Schwarzen doch mehr Restgrüne Vorstellungen umsetzbar sein werden. Und dann werden wir, ökologisch wie die Grünen nun mal sein wollen, für einige Jahre die Kompostierung der Restpartei live miterleben können.
horstvonork 09.09.2017
3. Es tut mir leid,
aber eine CDU-FDP-Regierung dürfte für Deutschland nichts Gutes bedeuten. Allein der gestrige Artikel über Parteispenden hat deutlich gemacht, dass die FDP für einen Rückschritt in Gesellschafts- und Umweltfragen steht. Es bleibt zu hoffen, das Jamaika als Alternative zur Großen Koalition möglich wird.
karlheinz-hesse 09.09.2017
4. Cdu/csu/fdp
Also weiter so? Welcher Autokonzern hat den Laschet diese Rede geschrieben,
RalfHenrichs 09.09.2017
5. Falscher Titel
Erstens kann Laschet nichts ausschließen. Das entscheiden andere, v.a. Merkel. Zweitens hat er nichts ausgeschlossen. Kommt es zu schwarzgrün kann er sagen, dass sich die Grünen von ihrer - von Laschet unterstellten - Irrationalität im Koalitionsvertrag verabschiedet haben. Er hat also nichts gesagt, was er später nicht zurücknehmen kann.
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