92 Millionen Euro Kosten für Bundestagswahl so hoch wie nie

Noch einmal rund 15 Millionen Euro mehr als vor vier Jahren: Das Innenministerium rechnet mit Rekordkosten für die Bundestagswahl im September. Der Grund ist ein sehr simpler.

DPA


Die Bundestagswahl am 24. September wird so teuer wie keine zuvor: Wie die "Saarbrücker Zeitung" zuerst berichtete, veranschlagt das Bundesinnenministerium 92 Millionen Euro für die Organisation des Urnengangs. Vor vier Jahren wurden demnach rund 77 Millionen Euro ausgegeben. Eine Pressesprecherin des Ministeriums hat den Bericht auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE bestätigt.

Für den Anstieg verantwortlich sind laut dem Bundesinnenministerium die höheren Portokosten für das Versenden von Wahlbenachrichtigungen und Briefwahlunterlagen. Außerdem erhalten die Wahlhelfer höhere Zuwendungen: Die Wahlvorstände bekommen nun jeweils 35 Euro für den Tag, die übrigen Mitglieder jeweils 25 Euro. Vor vier Jahren lag die Summe noch bei 21 Euro.

Wie die Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Städte- und Gemeindebund berichtete, werden bei der Bundestagswahl 650.000 ehrenamtliche Wahlhelfer benötigt, die in rund 90.000 Wahllokalen für einen reibungslosen Ablauf sorgen sollen. In einigen Kommunen müssten bei den Wahlhelfern "noch Lücken" geschlossen werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Gemeindebundes, Gerd Landsberg.

abl/AFP



insgesamt 38 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
burgundy 26.08.2017
1.
Schon seltsam: Soviel Geld für einen so laschen Wahlkampf, der so wenige interessiert und dessen Ergebnis bereits jetzt schon feststeht, eigentlich schon lange zuvor festgestanden hat. Eigentlich vergeudet.
w.o. 26.08.2017
2.
Zitat von burgundySchon seltsam: Soviel Geld für einen so laschen Wahlkampf, der so wenige interessiert und dessen Ergebnis bereits jetzt schon feststeht, eigentlich schon lange zuvor festgestanden hat. Eigentlich vergeudet.
Schlecht gelesen oder schlecht verstanden. Es handelt sich, wie aus dem Artikel eindeutig und unmisverständlich hervor geht, um die Kosten der eigentlichen Wahl und nicht um die Kosten des Wahlkampfes.
FürImmerPunk 26.08.2017
3. Die Zuwendungen...
...für Wahlhelfer sind, wenigstens in meiner Stadt, um fast das Doppelte höher: Wahlvorsteher/in, stellv. Wahlvorsteher/in und Schriftführer/in erhalten 65 Euro, Beisitzer/in erhalten 55 Euro für die "ehrenamtliche" Tätigkeit, jeweils als "Erfrischungsgeld" deklariert, welches am Wahltag bar ausgezahlt wird. Ich selbst wurde einberufen als Beisitzer, die Stabsstelle für Wahlen, Europaangelegenheiten und Informationslogistik hat die entsprechenden Summen in ihrem Schreiben genannt.
StefanZ.. 26.08.2017
4. Was für ein Wahnsinn
Solch eine groteske Summe dafür nur alle 4 Jahre einmal zur Bundespolitik gefragt zu werden. Wieviel würde es kosten, die ganze Veranstaltung elektronisch abzuhalten, mittels Heimrechner, Handy und dazu Wahlterminalrechner? Gibt es die Studie dazu?
HerrKausP 26.08.2017
5. elektronisch noch teurer
Eine elektronische Wahl wäre noch teurer, da weiterhin die Wähler schriftlich benachrichtig werden müssen, es weiterhin Briefwahl geben muss und das Wahllokal beaufsichtigt werden muss. Davon abgesehen gibt es kein manipulationssicheres elektonisches Wahlverfahren.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.