Bundestagswahl Sicherer Listenplatz für Wagenknecht

Nordrhein-Westfalens Linke ziehen mit Ulla Lötzer als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf - Sahra Wagenknecht von der "Kommunistischen Plattform" wurde auf den fünften Platz gewählt. Eine aussichtsreiche Position: Die Partei hofft bei der Bundestagswahl auf 13 bis 14 Mandate.


Essen - Die Linken in Nordrhein-Westfalen haben auf ihrem Landesparteitag in Essen die Kölnerin Ulla Lötzer als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl im September gewählt. Die 59-jährige Bundestagsabgeordnete wurde mit knapp 70 Prozent der Stimmen gewählt, wie die Partei mitteilte. Auf Platz zwei der Landesliste kam die Dortmunder Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (60,1 Prozent).

Sahra Wagenknecht: Aussichtsreicher Listenplatz
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Sahra Wagenknecht: Aussichtsreicher Listenplatz

Einen aussichtsreichen Listenplatz sicherte sich auch die kommunistische Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht. Die rote Wortführerin wurde mit 71,5 Prozent auf Listenplatz fünf gewählt.

Die Linken hoffen auf 13 bis 14 Mandate bei der kommenden Bundestagswahl. 2005 hatte die Linkspartei in NRW 5,2 Prozent der Stimmen bekommen und damit sieben Mandate erhalten. Derzeit hat der Landesverband nach eigenen Angaben 8200 Mitglieder.

Parteichef Oskar Lafontaine forderte vor den Delegierten eine Verstaatlichung der Banken. "Den Geldfluss kann man nicht der privaten Gewinnverwertung überlassen", sagte er. Unter großem Applaus sprach sich Lafontaine für Spitzensteuersätze von 80 Prozent aus. Er verurteilte die Höhe von Managergehältern und Bonuszahlungen in Verlustzeiten. "Wir leben immer noch in einer Gesellschaft, in der das Klauen von Milliarden nicht als Straftat gilt."

ore/dpa



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