SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette: Leser wählen Schwarz-Gelb ab

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Sitzung des Bundestags: Wie wird der nächste aussehen?

Die schwarz-gelbe Regierung wäre am Ende, aber Rot-Grün ohne Mehrheit: Das ist das Endergebnis der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette. Die Union bliebe stärkste Partei, AfD und Piraten würden an der Fünfprozenthürde scheitern. Die Ergebnisse im Überblick.

Berlin - Einen Tag vor der Bundestagswahl steht das Ergebnis unserer Wahlwette fest: 28.178 SPIEGEL-ONLINE-Leser haben in den vergangenen Wochen getippt, wie der künftige Bundestag aussehen wird.

Die Leser geben der schwarz-gelben Koalition keine Chance, in der Regierung bestätigt zu werden, das Bündnis käme nur auf 43,6 Prozent. Da gleichzeitig das rot-grüne Lager mit 39,9 Prozent auch keine eigene Mehrheit hat, würden nach der Prognose der Leser rechnerisch eine Große Koalition (64,8 Prozent) oder ein Bündnis aus Union und Grünen (50,9 Prozent) für eine Regierungsbildung in Frage kommen. Zudem käme Rot-Rot-Grün auch auf eine Mehrheit (47,5 Prozent).

Der Überblick über die Zweitstimmen-Ergebnisse in der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette:

  • Die Union bleibt im Vergleich zur Vorwoche konstant bei 37,9 Prozent.

  • Die SPD liegt ebenfalls unverändert bei 26,9 Prozent.

  • Die Grünen verlieren weiter und kommen nur noch 13 Prozent (-0,2).
  • Die Linke bleibt bei 7,6 Prozent.
  • Die FDP verliert minimal und kommt auf 5,7 Prozent (-0,1).
Unter der Fünfprozenthürde bleiben die Piraten mit 3,2 Prozent (-0,1) und die Alternative für Deutschland mit 3,1 Prozent (+0,1).

Bei den Erststimmen lässt sich einen Tag vor der Bundestagswahl in 286 von 299 Wahlkreisen eine Tendenz ablesen.

  • Die Union würde demnach 181 Direktmandate erringen. Das ist ein Mandat mehr als in der Vorwoche. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 würden CDU und CSU nach der Prognose der SPIEGEL-ONLINE-Leser jedoch zahlreiche Wahlkreise verlieren. Vor vier Jahren waren noch 218 Direktkandidaten der Union erfolgreich.
  • Die SPD kann sich in der SPIEGEL-ONLINE-Wahlwette derzeit 89 Wahlkreise sichern - ein Mandat weniger als noch vor einer Woche. Bei der Wahl vor vier Jahren brachten die Sozialdemokraten gerade einmal 64 Abgeordnete direkt in den Bundestag.
  • Die Grünen bleiben wie in der Vorwoche bei drei Direktmandaten. Hans-Christian Ströbele könnte laut dem aktuellen Zwischenstand seinen Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg/Ost verteidigen. Die Leser tippen zudem, dass Grünen-Fraktionschefin Renate Künast Tempelhof-Schöneberg erobert und Parteichef Cem Özdemir in Stuttgart I gewinnt.
  • Die Linke kann im Vergleich zur Vorwoche zwei Mandate zulegen und kommt in der Wahlwette auf 13 Wahlkreise. Bei der Bundestagswahl 2009 errang die Partei im Osten Deutschlands sogar 16 Direktmandate.

Bei unserer Wette sollte nicht das Wunschergebnis angegeben werden, sondern der Wahlausgang, den die Lesern persönlich für wahrscheinlich halten. Die Wahlwette kann ein innovatives Instrument sein, um das Ergebnis möglichst genau vorherzusagen - jenseits der üblichen repräsentativen Umfragen der Meinungsforschungsinstitute.

Wie präzise die Leser getippt haben - und wer am treffsichersten war - kann natürlich erst nach Bekanntwerden der offiziellen Ergebnisse ermittelt werden. Einen Vergleich werden wir am Montag veröffentlichen, dann werden zudem die Gewinner benachrichtigt. Es gibt Preise im Wert von mehreren tausend Euro, unter anderem eine Luxusreise für zwei Personen nach Bali.

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insgesamt 60 Beiträge
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1. Idee...
herr_forelle 21.09.2013
Interessant wäre mal folgender Versuch: Eine Wahlwette durchführen und im zweiten Schritt alle beteiligten fragen, was sie selbst wählen würden, in der gleichen Form, wie es die üblichen Institute tun. Nur wer bei beiden Teilen teilnimmt, wird gezählt. Wäre mal spannend, wie nahe beide Eergebnisse beieinander liegen.
2. ???
NichtSoGut 21.09.2013
Mich würde interessieren, wie die Schwarzen nach den letzten Jahren immer noch so weit vorne liegen können. Sehen die Menschen keine Alternativen oder bekommen sie nichts mit oder bekommen es mit, aber verstehen die Vorgänge nicht wirklich?
3. Rot-Rot-Grün
reinero59 21.09.2013
man kann nur hoffen, das diese Koalition Wirklichkeit wird, wenn auch mit einigen Abstrichen, ein Trittin und ein Beck dürfen keinerlei Funktionen mehr in ihrer Partei haben und schon gar keinen Sitz im deutschen Bundestag. Niemand kann ernsthaft wollen das geistige Brandstifter die irgendwann Sex mit Kindern legalisieren wollten dort eine Stimme haben dürfen. Ansonsten wäre Rot-Rot-Grün das beste für unser Land und für die Menschen dieses Landes.
4. Ganz ehrlich...
Spiegelkritisches 21.09.2013
... diese ganzen Prognosen nerven einfach nur noch und zwar richtig. Fehlt nur noch, dass vor dem Wahllokal Monitor aufgestellt werden mit minütlich aktualisierten Wahlprognosen. Wie wäre es damit einfach mal morgen abend abzuwarten, statt zu versuchen durch ständig geänderte Prognosen den Wählerwillen in letzter Minute noch zu beeinflussen.
5. Tja
vox veritas 21.09.2013
Zitat von NichtSoGutMich würde interessieren, wie die Schwarzen nach den letzten Jahren immer noch so weit vorne liegen können. Sehen die Menschen keine Alternativen oder bekommen sie nichts mit oder bekommen es mit, aber verstehen die Vorgänge nicht wirklich?
Wer sich immer nur über die gleichen Medien informiert, darf sich nicht wundern, wenn die Realität an ihm vorbei zieht. In diesen eher unsicheren Zeiten darf man sich nicht wundern, daß die Wähler keine Experimente eingehen, sondern bei altbekanntem bleiben. Da was man wenigstens, was man hat.
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