Bundestagswahlkampf Linke tritt mit achtköpfigem Spitzenteam an

Weder Gregor Gysi allein, noch eine Doppelspitze mit Sahra Wagenknecht: Die Linke setzt für den Bundestagswahlkampf auf ein Spitzenteam aus acht Personen. Neben Gysi und Wagenknecht sollen unter anderem auch Dietmar Bartsch und Klaus Ernst dazugehören.


Berlin - Was war das alles einfach für die Linke bei den vergangenen zwei Bundestagswahlen - Gregor Gysi und Oskar Lafontaine als Spitzenkandidaten, fertig war der Mix. Und jetzt? Nicht ein Spitzenkandidat soll es sein, auch nicht zwei - sondern gleich acht.

Parteikreise bestätigten am Montag entsprechende Berichte, wonach zu dem Team neben Gysi und Sahra Wagenknecht folgende Genossen gehören sollen: Fraktionsvize Dietmar Bartsch, der frühere Parteichef Klaus Ernst, die beiden Parteivizes Caren Lay und Jan van Aken sowie die brandenburgische Abgeordnete Diana Golze und ihre bayerische Kollegin Nicole Gohlke.

Zuletzt hatte sich Gysi dagegen gewehrt, zusammen mit Wagenknecht als Doppelspitze in den Wahlkampf zu ziehen. Jetzt soll es also ein großes Team richten.

Wagenknecht wird großes Interesse am Posten der Fraktionschefin im Bundestag an der Seite Gysis nachgesagt. Gysi hat aber in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass er die Lebensgefährtin von Lafontaine nicht als Co-Fraktionschefin wünscht.

hen/dapd



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Europa! 21.01.2013
1. Keine gute Idee
Zitat von sysopdapdWeder Gregor Gysi allein, noch eine Doppelspitze mit Sahra Wagenknecht: Die Linke setzt für den Bundestagswahlkampf auf ein Spitzenteam aus acht Personen. Neben Gysi und Wagenknecht sollen unter anderem auch Dietmar Bartsch und Klaus Ernst dazugehören. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahlkampf-linke-tritt-mit-achtkoepfigem-spitzenteam-an-a-878793.html
In der Politik zählen Köpfe. Gysi/Wagenknecht wäre ein prima Team, einfach deshalb, weil es die besten und bekanntesten Köpfe sind. Der Rückfall ins Kollektiv wird nicht honoriert werden. Eigentlich schade, denn die LINKE macht ja eine solide Politik, wenn sie mitregiert.
manque_pierda 21.01.2013
2. --------
1 Achtel Kompetenz von jedem, erscheint fast etwas hoch gegriffen, lach
woodstocktc 21.01.2013
3.
"Geteilte Verantwortung ist keine Verantwortung" so hieß es früher beim Bund.. In diesem Fall scheint mir die alte Westentaschenweisheit sogar angebracht.
caecilia_metella 21.01.2013
4. Warum nicht
Es ist ja bekannt, wie interessant einzelne Politiker mitunter blitzartig werden können. "Wagenknecht ... Gysi hat aber in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass er die Lebensgefährtin von Lafontaine ..." Wagenknecht ... Gysi hat aber in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass er Frau Wagenknecht (um die es soeben ging), deren Lebensgefährte Lafontaine ist ...
Oskar ist der Beste 21.01.2013
5. das wird nichts bei der Bundestagswahl
Die Schwierigkeit der Linke ist, daß sie zwar als einzige Partei ein vernünftiges wirtschaftspolitisches Konzept hat, aber das sie es nicht schafft, eine Grundlage zu schaffen, so daß sie die Medien nicht mehr ignorieren können. Das liegt auch daran, daß die Representanten der Linken leider alle zu seriös und zu bürgerlich herüberkommen. Gleichzeitig sind zuviele linke SPDler in eben dieser SPD geblieben sind anstatt in 2010 den Sprung zu machen...man nehme hier nur mal als Bsp die beiden Herausgeber der "nachdenkseiten". Die Bundestagwahl wird wohl auch in die Binsen gehen, da man sich auf der einen Seite zwar als politische Alternative zu neoliberalen Hartzclique definiert hat und programmatisch auch entsprechend aufgestellt ist. Die Bevölkerung aber glaubt, daß man bei der SPD "soziale" Themen besser addressiert bekommt bzw. bleibt gleich ganz zu Hause. Nur Lafo mit seinem politischen Donnerhall könnte hier noch kurzfristig die Rettung bringen, denn den können die Medien nicht ignorieren,
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