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Rüstung: Milliarden-Rechenfehler im Verteidigungsministerium

Schützenpanzer "Puma": "Grobe Schätzung" Zur Großansicht
DPA

Schützenpanzer "Puma": "Grobe Schätzung"

Teurer Irrtum im Verteidigungsministerium: Bei den Kosten für Raketen und Panzer hat sich die Behörde verkalkuliert. Die Projekte verschlingen nach Informationen des SPIEGEL deutlich mehr als geplant.

Das Verteidigungsministerium hat sich bei der Entwicklung der Kosten von zwei bedeutenden Rüstungsprojekten um jeweils rund eine Milliarde Euro verrechnet. Dies geht aus einem internen Bericht des Ministeriums auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch hervor. Demnach konnten beim Lenkflugkörper "Meteor" nicht 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zur Ursprungsplanung eingespart werden, sondern lediglich 11 Millionen. Die erste Annahme beruhe "auf einem fehlerhaften Datenwerk" sowie auf Stückzahlabschätzungen aus dem Jahr 2000, räumte das Verteidigungsministerium nun ein. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Auch beim Schützenpanzer "Puma" sind die Rechenexperten des Bendlerblocks durcheinandergekommen. So liege der "Puma" nicht rund 2,3 Milliarden Euro über den ursprünglichen Planungen, sondern 1,3 Milliarden Euro. Als Ursache für die verschwundene Milliarde gibt das Verteidigungsministerium an, man habe sich zunächst fälschlich auf eine "grobe Schätzung" verlassen. Das Ministerium räumte ein, dass beide Fehler erst "während der Bearbeitung" der Anfrage bemerkt worden seien.

Ende Juni hatte die Bundeswehr den "Puma" offiziell übernommen. Bestellt sind 350 Panzer für 4,3 Milliarden Euro. Die Fahrzeuge sollen den "Marder" ersetzen, der seit mehr als 40 Jahren im Einsatz ist. Bis 2020 sollen alle neuen Schützenpanzer ausgeliefert sein. Der "Puma" erwies sich als schwieriges Rüstungsprojekt. Er wurde am Ende rund doppelt so teuer wie geplant. Mit dem Lenkflugkörper Meteor sollen die Kampfflugzeuge "Eurofighter" ausgestattet werden.

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insgesamt 124 Beiträge
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    Seite 1    
1. Tjo
Leser161 25.07.2015
Wer sich ein Gewehr maßschneidern lässt und dann nach 20 Jahren merkt das das was ganz anderes tut als erwartet, dem sind solche Fehler zuzutrauen. Wie wäre es wenn die CSU statt gegen Österreicher mal ein Gesetz gegen sowas einbringen würde?
2. Arme Von der Leyen
hubie 25.07.2015
Im Ernst. Du kriegst einen Haufen Mist vorgesetzt und wirst dann dafür verantwortlich gemacht, dass er stinkt. Was für ein inkompetenter Haufen... dabei bezweifle ich nichtmal, dass jedes einzelne Glied für sich normal denken kann... die Verkettung ist offensichtlich nicht mehr in der Lage dazu.
3. Minus und Plus
Kuehn 25.07.2015
Ist das Absicht und Tendez des Schreibers nicht zu reümieren, dass ja wenn Meteor 1.1Mrd€ weniger einspart dafür aber der Puma 1Mrd€ billiger ist als geplant fast eine Null unterm Strich steht? Dass man sich in diesen Größenordnungen verrechnet ist schon krass, aber ein Schaden lässt sich nicht erkennen, das lässt der Artikel aber offen...
4.
wolly21 25.07.2015
In welchem Ministerium wird/wurde schon je RICHTIG GERECHNET? Politiker und Juristen waren offenbar alle in MATHE SCHWACH. :-))
5. Unverstanden
Ossifriese 25.07.2015
Nur zum besseren Verständnis: Die Raketen werden um knapp eine Milliarde teurer, aber der "Puma" doch um eine Milliarde billiger? Damit höbe sich der "Rechenfehler" doch eigentlich auf...?
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