Bundeswehr Afghanistan-General von Butler wird neuer KSK-Chef

Nach der spektakulären Entlassung des bisherigen Leiters des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Reinhard Günzel, hat Verteidigungsminister Struck seinen Nachfolger bestimmt. Der Minister entschied sich für den erfahrenen Soldaten Hubertus von Butler, der die Bundeswehr nach Afghanistan führte.

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Neuer KSK-Chef: Carl Hubertus von Butler
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Neuer KSK-Chef: Carl Hubertus von Butler

Berlin - Nur ein bisschen mehr als eine Woche brauchte Verteidigungsminister Peter Struck für die Entscheidung. Am Dienstag legte sich der Minister fest, dass dem bisherigen Chef der KSK ab sofort der Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler nachfolgen soll. Von Butler ist bisher Stabsleiter im Führungsstab und für die Auslandseinsätze der Bundeswehr verantwortlich

Die neue Besetzung des Postens war nötig geworden, nachdem Struck am vergangenen Dienstag den bisherigen KSK-Chef Reinhard Günzel gefeuert hatte. Dieser hatte in einem Brief an den CDU-Abgeordneten Martin Hohmann den Inhalt seiner umstrittenen Rede am 3. Oktober ausdrücklich gelobt und wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Mit Carl Hubertus von Butler hat sich Struck für einen erfahrenen Soldaten entschieden. Der Brigadegeneral führte die Bundeswehr mit dem Einsatz deutscher Soldaten auf dem Balkan und in Afghanistan in zwei ihrer schwierigsten Missionen. Innerhalb der Bundeswehr, wo er seit 1971 in verschiedenen Posten tätig ist, gilt von Butler als besonnener Mann.



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