Bundeswehr Auslandseinsätze kosteten elf Milliarden Euro

Deutsche Soldaten in Afghanistan, auf dem Balkan oder in Afrika: Die internationalen Friedensmissionen der Bundeswehr haben den deutschen Steuerzahler seit 1992 mehr als elf Milliarden Euro gekostet.


Berlin - Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung": Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben seit 1992 bislang mehr als elf Milliarden Euro gekostet. Allerdings seien darin nicht nur Mittel aus dem Verteidigungshaushalt enthalten, sondern auch aus anderen Etats.

Deutscher Soldat in Afghanistan: "Zweifelhafte militärische Abenteuer"
DDP

Deutscher Soldat in Afghanistan: "Zweifelhafte militärische Abenteuer"

Für 2009 summierten sich die Kosten für die derzeit acht durch Bundestagsmandate gedeckten Auslandseinsätze auf mindestens 580 Millionen Euro, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin. Dabei handelt es sich um die Einsätze in Afghanistan, Kosovo, Bosnien-Herzegowina, die beiden Missionen in Sudan, die Einsätze gegen Piraten und gegen Terroristen am Horn von Afrika und die Mission in Georgien.

Kritik kam umgehend von den Linken: "Elf Milliarden Euro für militärische Interventionen sind elf Milliarden zu viel", sagte der Abgeordnete Paul Schäfer. In zivilen Projekten zur Konfliktprävention wäre dieses Geld besser angelegt gewesen, sagte er. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr nannte er "zweifelhafte militärische Abenteuer", die bislang wenig erfolgreich gewesen seien.

als/dpa/AP/AFP



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