Sparkurs: Bundeswehr bestellt 55 Puma-Panzer ab

Die Bundeswehr muss sparen - und storniert 55 bereits bestellte Puma-Panzer. Nun werden noch 350 Exemplare bis 2020 gekauft. Die Fahrzeuge sollen den Schützenpanzer Marder ersetzen.

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Schützenpanzer Puma: Bundeswehr kauft 55 Exemplare weniger

Berlin - Die Bundeswehr kauft deutlich weniger neue Schützenpanzer vom Typ Puma als ursprünglich geplant. Als Folge der Verkleinerung und Neustrukturierung der Streitkräfte werden die Unternehmen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann bis zum Jahr 2020 nur noch 350 statt 405 Exemplare liefern. Ein entsprechender Vertrag mit beiden Unternehmen sei unterzeichnet worden, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Berlin mit.

Dadurch würden im Haushalt 2012 insgesamt 341 Millionen Euro eingespart. Ursprünglich habe der 2009 geschlossene Vertrag ein Volumen von 3,1 Milliarden Euro gehabt.

Das Ministerium begründete den Verzicht mit der geplanten Neuausrichtung der Bundeswehr. Deren neues Fähigkeitsprofil erfordere weniger Schützenpanzer. Bereits im Dezember 2011 hatte sich das Ministerium nach eigenen Angaben mit den Lieferanten im Grundsatz darauf verständigt, die Stückzahl zu reduzieren.

Mit der Reform hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) einen Sparkurs bei Großanschaffungen verordnet. Bereits im vergangenen Herbst hatte er Milliardenkürzungen bei zahlreichen wichtigen Rüstungsprojekten angekündigt. Die Bundeswehr will auch auf 37 Kampfjets vom Typ Eurofighter, 40 Tiger-Kampfhubschrauber und 42 Transporthubschrauber NH-90 verzichten.

Mit der jetzt erfolgten Vertragsunterzeichnung wurde erstmals die Kürzung einer Stückzahl besiegelt. Für die anderen Waffensysteme laufen die Gespräche mit den Rüstungsunternehmen noch. De Maizière dankte den Lieferanten anlässlich der Unterzeichnung des Änderungsvertrags dafür, dass sie "flexibel mit Bedarfsanpassungen" umgingen.

Der Puma soll den Schützenpanzer Marder ersetzen, der von der Bundeswehr seit mehr als 40 Jahren genutzt wird. Nach Angaben des Ministeriums werden die ersten neuen Puma-Panzer derzeit einer technischen Prüfung unterzogen. Die Auslieferung an die Bundeswehr solle 2014 beginnen.

fab/dpa/AFP

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