Bundeswehr: Blindflug im Eurofighter

Die Luftwaffe hat erhebliche Schwierigkeiten mit einigen gerade ausgelieferten Eurofightern. Die vier jüngsten Kampfjets leiden unter einer gefährlichen elektronischen Macke: Mitten im Flug fallen nach Informationen des SPIEGEL bisweilen die Computer-Bildschirme aus.

Ohne die Bildschirmanzeige sind die Kampfjets kaum zu fliegen. Die Piloten lesen darauf wichtige Daten wie Kurs, Höhe oder Geschwindigkeit ab. Erste Konsequenz aus den aktuellen Problemen: Die alten Hasen müssen ran. Vorerst dürfen nur altgediente Fluglehrer die zickigen Maschinen steuern, und auch das nur noch am hellen Tag.

Eurofighter der Bundeswehr: Computer-Probleme bei den jüngsten Maschinen
Getty Images

Eurofighter der Bundeswehr: Computer-Probleme bei den jüngsten Maschinen

Unerfahrene jüngere Piloten, fürchtet die Luftwaffe, wären nach dem Blackout im Cockpit kaum in der Lage, die Jets heil zur Heimatbasis bei Rostock zurückzufliegen - ohne Instrumente, nur nach Gefühl und auf Sicht.

Trotzdem will die Luftwaffe kein Startverbot verhängen. Sie hofft, dass sich die Computer-Probleme mit einer Aktualisierung der Software beheben lassen. Dazu müssen die etwa 85 Millionen Euro teuren Flieger allerdings für längere Zeit zurück ins Werk.

Die vier Nato-Staaten Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien haben den Eurofighter seit 1988 gemeinsam entwickelt. Er ist ein einsitziges Kampfflugzeug und gilt als äußerst wendig. 2003 erhielt die Bundesluftwaffe die ersten von insgesamt 180 Maschinen, die die veralteten F-4 Phantom und MiG-29 ersetzen.

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