Haßfurt-Schweinfurt Ein Toter bei Unfall mit Bundeswehrhelikopter

Eigentlich sollte der Bundeswehrhubschrauber in Franken nur betankt werden - aber beim Anrollen stießen die laufenden Rotorblätter an den Tower. Die Folge: Ein Flugplatzmitarbeiter wurde durch Trümmer getötet.

Bundeswehrkreuz
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Bundeswehrkreuz


Auf dem fränkischen Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt kam ein Mitarbeiter durch Trümmerteile eines Bundeswehrhubschraubers vom Typ Sikorsky CH-53 ums Leben. Der 60 Jahre alte Mann sei tödlich am Kopf durch Teile verletzt worden, die der Transporthelikopter beim Zusammenstoß mit dem Flughafentower verloren habe, teilten die Staatsanwaltschaft Bamberg und das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Gutachter sollten den Unfallhergang nun untersuchen.

Den Ermittlern zufolge sollte der im bayerischen Manching gestartete Bundeswehrhubschrauber bei einem Zwischenstopp am Montag betankt werden. Beim Anrollen zur Tankstelle seien die laufenden Rotorblätter gegen den Tower gestoßen. Dabei seien Trümmerteile durch die Luft geschleudert worden, die den zum Unglückszeitpunkt im Freien befindlichen Mitarbeiter am Kopf trafen.

Der Mann sei zwar noch ins Krankenhaus gekommen, dort sei er aber am Dienstag gestorben. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums erlitt der Pilot des Helikopters einen Schock. Der Hubschrauber, der Tower, andere Flugplatzgebäude seien durch umherfliegende Teile zum Teil erheblich beschädigt worden. Auch zwei zivile Cessna-Flugzeuge kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums zu Schaden. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen in die Millionen gehen. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, es sei von einer Verfahrenseröffnung gegen zwei Besatzungsangehörige des Helikopters durch die Staatsanwaltschaft Bamberg auszugehen.

dop/mgb/AFP

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