Glücksburg - Die zahlreichen Auslandseinsätze der Bundeswehr haben Folgen für die deutsche Marine: "Es gibt einen Munitionsmangel, der nicht kurzfristig abstellbar ist. 2010 wird ein schwieriges Jahr", sagte ein Sprecher der Seestreitkräfte. Er bestätigte damit einen Bericht der "Kieler Nachrichten".
Die Anti-Piraten-Mission Atalanta und der Unifil-Einsatz gegen Waffenschmuggel in den Libanon seien jedoch nicht gefährdet. Für den Mangel gibt es den Angaben zufolge mehrere Gründe. Aufgrund der Bundeswehreinsätze, vor allem in Afghanistan, sei viel Munition verbraucht worden, sagte der Sprecher. Auch die Ausbildung der Soldaten für Auslandseinsätze koste viel Munition.
In den vergangenen Jahren sei nicht verbrauchte Munition unter den drei Verbänden Marine, Luftwaffe und Heer verteilt worden. Dies sei in diesem Jahr jedoch nicht möglich, weil auch Heer und Luftwaffe ihre Kontingente benötigten, hieß es.
hut/dpa
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