Bundeswehr Ausrüstung blieb auch 2018 desaströs

Die Materiallage bei Heer, Marine und Luftwaffe ist weiterhin verheerend: Einem Medienbericht zufolge war nur ein Fünftel der Kampfhubschrauber der Bundeswehr im vergangenen Jahr einsatzbereit.

Viele Kampfhubschrauber "Tiger" der Bundeswehr mussten 2018 am Boden bleiben (Symbolbild)
DPA

Viele Kampfhubschrauber "Tiger" der Bundeswehr mussten 2018 am Boden bleiben (Symbolbild)


Nach dem neuesten "Bericht zur Materiallage der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr" bleibe die Ausrüstungslage der Streitkräfte prekär, berichtet die "Welt am Sonntag" ("WamS").

Damit hat sich Lage des Bundeswehr-Materials nicht groß geändert: Dringend benötigtes Material wird erst mit absurd langer Verzögerung geliefert. Auf den jahrelangen geheimnisvollen Produktionswegen steigen die Kosten der Rüstungsgüter um 20, um 30, um 40 Prozent. Und sind sie endlich fertig, funktionieren sie häufig schlecht oder gar nicht oder sind schon wieder veraltet, kaum dass sie in Betrieb gehen.

So scheint auch der neuste Bericht zur Materiallage der Bundeswehr auszusehen: Der Bericht, der als geheim eingestuft wird, zeigt zum Beispiel der "WamS" zufolge, das nur ein kleiner Teil der Bundeswehr-Hubschrauber tatsächlich einsatzbereit ist: So würden die Heeresflieger beispielsweise über einen Gesamtbestand von 53 Kampfhubschraubern des Modells "Tiger" verfügen. Davon waren im vergangenen Jahr durchschnittlich aber nur 11,6 einsatzbereit. Bei den Transporthubschraubern "NH90" waren es im Schnitt 17,5 von 71, bei dem Modell "CH-53 15" 9 von 71.

mal



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