Bundeswehr Soldat soll zwei Kameradinnen vergewaltigt haben

Schwere Vorwürfe gegen einen Bundeswehrsoldaten in Schleswig-Holstein: Nach SPIEGEL-Informationen soll er sich im Anschluss an eine Feier in die Stube zweier Kameradinnen geschlichen und sie missbraucht haben.

Bundeswehrsoldaten
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Auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Schleswig-Holstein sollen zwei Soldatinnen vergewaltigt worden sein. Feldjäger hätten einen 29-Jährigen in der Nacht zum Freitag festgenommen, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Die Frauen seien 18 und 22 Jahre alt, berichtete die Polizei.

Alle drei Beteiligten seien alkoholisiert gewesen, sagte Polizeisprecher Matthias Ahrens. "Zurzeit laufen noch die Vernehmungen", so Ahrens.

Nach SPIEGEL-Informationen ereignete sich der Vorfall nach einer Feier von jungen Soldaten, die zu einem Schießlehrgang in Todendorf waren und diesen am gleichen Tag beendet hatten. Nach der Feier soll sich der später festgenommene Soldat in die Stube der beiden Kameradinnen geschlichen und diese vergewaltigt haben, als sie schliefen.

Nachdem die Frauen bei den Vorgesetzten Alarm geschlagen hatten, schalteten diese die lokale Polizei ein. Die Soldaten gehören zur Flugabwehrraketengruppe 21 der Luftwaffe, die Waffensysteme wie "Patriot" bedienen. Sie sind in Sanitz und Prangendorf in Mecklenburg Vorpommern stationiert.

Mittlerweile ist der 29-jährige Unteroffizier wieder auf freiem Fuß. "Der Beschuldigte ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden, da ein dringender Tatverdacht zurzeit nicht besteht", teilte der Sprecher der Kieler Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Bieler, am Freitagabend mit. "Die Ermittlungen werden fortgesetzt."

cte/mgb/dpa

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