Manöver in Litauen Bundeswehrsoldat stirbt bei Panzerübung

Tragischer Unfall beim Nato-Manöver "Beowolf" in Litauen: Ein Bundeswehrsoldat wurde bei einem Unfall mit seinem Panzer tödlich verletzt.

Bundeswehr-Übung (Symbolbild)
imago/ Christian Thiel

Bundeswehr-Übung (Symbolbild)


Ein Bundeswehrsoldat ist bei einem tragischen Unfall in Litauen getötet worden. Nach Angaben der Bundeswehr hatte ein deutscher Bergepanzer bei einer Übung von Nato-Truppen eine Kiefer gerammt - ein aus acht Metern herunterfallender Ast erschlug den Soldaten, der den Panzer mit offener Luke fuhr. Ein Arzt konnte dem Soldaten nicht mehr helfen, die Kopfverletzungen waren zu schwer.

Der Unfall ereignete sich auf dem Übungsplatz Pabrade in Litauen. Dort übt die Bundeswehr mit derzeit rund 600 Soldaten - unter anderem aus den Nato-Partnerländern Niederlande, Belgien, Luxemburg, Tschechien - über mehrere Tage den Kampfeinsatz. Bei der Übung soll gezeigt werden, dass die Nato-Truppen am Ostrand der Allianz tatsächlich einsatzbereit sind.

Der Kommandeur der deutschen Einheiten, Oberstleutnant René Braun, sprach vor Beginn der Übung von einem "sehr intensiven Szenario, dass alle Aspekte des Kampfes trainieren soll". Für die Soldaten würden es fordernde Tage, gerade wegen des Wetters.

Die Nato hatte die Einheiten der sogenannten Enhanced Forward Presence nach der Krise um die Krimannexion durch Russland in den baltischen Staaten und Polen stationiert, da man dort weitere aggressive Schritte durch Moskau fürchtet.

Die Bundeswehr hat die Führung der Nato-Truppen in Litauen übernommen, derzeit sind dort das Panzerbataillon 393 und die Panzergrenadierbrigade 37 im Einsatz. Die Bundeswehr teilte mit, den Vorfall weiter zu untersuchen.

mgb



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