Aufrüstung Tausende zusätzliche Soldaten für die Bundeswehr

Mehr Personal für die Bundeswehr: Bis 2024 sollen die Streitkräfte auf 198.000 Soldaten aufgestockt werden - stärker als bislang geplant.

Bundeswehr-Soldaten
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Bundeswehr-Soldaten


Seit Ende des Kalten Kriegs war die Bundeswehr Stück für Stück geschrumpft - von einst gut einer halben Million auf 166.500 Soldaten. Der historische Tiefpunkt war im Juni vergangenen Jahres erreicht. Dann läutete das Verteidigungsministerium die Wende ein. Innerhalb von sieben Jahren, hieß es damals, sollen die Streitkräfte wieder wachsen: auf rund 192.500 Soldaten.

Auch das allerdings reicht nicht aus. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das Haus von Ministerin Ursula von der Leyen - und will das Personal noch stärker aufstocken. Neue Zielmarke sind 198.000 Soldaten bis 2024 - das wären rund 20.000 mehr als zum jetzigen Zeitpunkt und etwa 5500 zusätzlich zur bisherigen Planung.

Hintergrund sind laut Ministerium neue Bedrohungen in der Welt und wachsende Aufgaben der Truppe. "Die Bundeswehr ist gefordert wie selten zuvor", sagte CDU-Politikerin von der Leyen. Als Beispiele nannte sie den Kampf gegen den IS-Terror, die Einsätze in Mali und Afghanistan und die Nato-Präsenz im Baltikum. "Mit ihren Aufgaben muss auch die Bundeswehr wachsen dürfen." Auch die Zahl der Zivilisten soll zunehmen - auf über 61.000. Dafür kalkuliert das Ministerium nun mit weiteren 1000 Stellen.

Statt starren Obergrenzen, darauf hatte man sich schon vor einiger Zeit geeinigt, soll der Personalbedarf der Bundeswehr jährlich neu bestimmt werden - je nach Sicherheitslage.

Politischer Zündstoff

Die jüngsten Pläne bergen politischen Zündstoff. In Deutschland wird derzeit heftig über wachsende Verteidigungsausgaben diskutiert. Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump fordert von den Nato-Partnern deutlich mehr Ausgaben für die Verteidigung - und droht, die USA könnten sonst ihr Nato-Engagement zurückschrauben.

Die USA fordern von den Alliierten die Einhaltung des sogenannten Zwei-Prozent-Ziels: Die Nato-Staaten haben 2014 unter dem Eindruck der Ukrainekrise gemeinsam festgelegt, dass jedes Bündnismitglied seine Verteidigungsausgaben innerhalb eines Jahrzehnts auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigern soll.

Die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Agnieszka Brugger, kritisierte "immer neue Ankündigungen" der Verteidigungsministerin. Zu den Personalplänen sagte sie: "Es gibt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels so gut wie nur eine Möglichkeit, mit der die Ministerin ihre Ziele erfüllen kann: die Absenkung der Anforderungen. Es braucht aber Menschen mit der entsprechenden Qualifikation, hohem Reflektionsvermögen und Verantwortungsgefühl und nicht jeden Beliebigen, nur damit die Ministerin am Ende Erfolg vermelden kann."

Um die geforderte Personalstärke zu erreichen, will die Bundeswehr vor allem bestehendes Personal länger binden. Soldaten sollen sich künftig im Schnitt später zur Ruhe setzen und mehr Berufssoldaten übernommen werden. Möglichkeiten, früher aus dem Dienst auszuscheiden, will die Bundeswehr im bestehenden rechtlichen Rahmen einschränken.

kev/AFP/dpa



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ackergold 21.02.2017
1.
Gute Idee, Frau von der Leyen. Da bekommt man dann wirklich noch den allerletzten Hauptschulabbrecher von der Straße, denn in allen anderen Bereichen herrscht Fachkräftemangel. Ich würde noch eine Ergänzung vorschlagen: Gleichzeitig mit der Personalaufstockung der Bundeswehr eine drastische Verkleinerung des politischen Apparates. Wir brauchen keine 700 Abgeordneten, denn um diesen Staat durch Abnickerei am Laufen zu halten, würden auch 300 Portugiesen reichen, oder meinetwegen Griechen. Die wären dann auch von der Straße weg. Auf die Idee, den Frieden durch mehr Bildungsausgaben zu sichern, kommt ja in diesem Land keiner, weil Trump erkennt ja nur Waffen als Friedensmittel an.
ackergold 21.02.2017
2. Wenn man schon Geld in Aufrüstung investieren muss...
... dann würde ich es in mehrere zusätzliche Bundeswehr-Universitäten stecken. Die sichern den Frieden mehr, als alle Waffen und Kampfeinsätze und bringen auch dem Rest der Bevölkerung noch etwas. Die Bundeswehr sollte sich viel stärker in Bildung und Entwicklungshilfe engagieren. Das wäre wirklich aktive Friedensarbeit. Außerdem wäre es an der Zeit die Straßen alle komplett zu renovieren, einschließlich aller Brücken, denn wie soll die Bundeswehr denn ihre Kräfte an den Feind bringen, wenn die Brücken unter den Panzern zusammenkrachen? Und wieso sollten die Pensionen von Soldaten nicht in den Wehretat gerechnet werden? Dafür gibt es nicht den geringsten Sachgrund. Also, das 2%-Ziel der Rüstungsausgaben ist machbar mit: - Bundeswehr-Bildungseinrichtungen - Bundeswehr-Straßen - Bundeswehr-Brücken - Bundeswehr-Wetterdienst - Bundeswehr-Katastrophenhilfe - Bundeswehr-Nahrungsmittelhilfe - Bundeswehr-Technikzusammenarbeit - Bundeswehr-Pensionsbeihilfen - Bundeswehr-Krankenversicherung - Bundeswehr-Krankenhäuser - Bundeswehr-Arbeitslosenbeiträge - Bundeswehr-Sozialhilfe Das wäre doch gelacht, wenn wir das 2%-Ziel nicht erreichen würden? Ich gehe sogar davon aus, dass wir locker ein 10%-Ziel in Kürze erreichen werden.
CancunMM 21.02.2017
3.
Unglaublich. Ich mag Trump nun wirklich nicht, aber da hat er mal Recht. Jahrzehntelang hat man sich auf die US-Amerikaner verlassen und sich nen schlanken Fuß gemacht. Dann faselt irgendein SPD-Minister was von die Freiheit würde am Hindukusch verteidigt, lässt aber die Drecksarbeit andere machen. Lässt seine eigene Armee verkommen, schafft die Wehrpflicht (Bürgerarmee) ab und lässt seine eigenen Soldaten im Regen stehen. Und nun will man auch die, die schon unter dieser Situation in der Armee auf dem Zahnfleich laufen auch noch später aus dieser Armee rauslassen. Völlige Konzeptlosigkeit. Selbst wenn man die Ausgaben auf 2 % hochschraubt, wird man das meiste Geld wieder für unnütze Dinge herauspulvern.
Sponti@abwesend.de 21.02.2017
4.
Zitat von ackergoldGute Idee, Frau von der Leyen. Da bekommt man dann wirklich noch den allerletzten Hauptschulabbrecher von der Straße, denn in allen anderen Bereichen herrscht Fachkräftemangel. Ich würde noch eine Ergänzung vorschlagen: Gleichzeitig mit der Personalaufstockung der Bundeswehr eine drastische Verkleinerung des politischen Apparates. Wir brauchen keine 700 Abgeordneten, denn um diesen Staat durch Abnickerei am Laufen zu halten, würden auch 300 Portugiesen reichen, oder meinetwegen Griechen. Die wären dann auch von der Straße weg. Auf die Idee, den Frieden durch mehr Bildungsausgaben zu sichern, kommt ja in diesem Land keiner, weil Trump erkennt ja nur Waffen als Friedensmittel an.
Frau von der Laien bekommt ja nicht mal jetzt das benötigte Personal zusammen.
winki 21.02.2017
5. Wie heißt es doch so schön, ...
die NATO ist ein reiner Verteidigungspakt und die Bundeswehr sowieso. Witz komm raus du bist umzingelt! Warum brauchen wir mehr Soldaten, warum sollen wir die Militärausgaben erhöhen? Wer will uns eigentlich überfallen? Die Russen bestimmt nicht. Jede Menge Fragen und keiner kann sie vernunftbegabt beantworten.
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