Anschlagsgefahr Bundeswehr soll Radmuttern an Fahrzeugen kontrollieren

Die türkische Syrien-Offensive wirkt sich auf die Sicherheitslage der Bundeswehr aus. Nach einem Brandanschlag mutmaßlicher Linksextremisten sollen Soldaten nach SPIEGEL-Informationen besonders vorsichtig sein.

Brandanschlag in Leipzig (2016)
DPA

Brandanschlag in Leipzig (2016)


Infolge der türkischen Militäroperation in den kurdischen Gebieten in Syrien befürchtet der Militärische Abschirmdienst der Bundeswehr (MAD) Angriffe auf die Truppe in Deutschland. In einem internen Sicherheitshinweis heißt es: "Es muss angenommen werden, dass es zu weiteren Anschlägen, unter anderem gegen Fahrzeuge der Bundeswehr, kommen kann." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 15/2018
Wie die Zucker-Lobby uns belügt und verführt

Die Soldaten werden angewiesen, vor Fahrtantritt "den Sitz der Radmuttern zu kontrollieren" und bei Dienstreisen Parkhäuser zu nutzen. Bei Reparaturen außerhalb von Kasernen sollten die Bundeswehrautos auf dem Gelände der Werkstätten "stets in einem umzäunten Bereich, möglichst in einer Halle und nie in vorderster Reihe" geparkt werden.

Am 13. März hatte es in Soltau einen Brandanschlag auf zwei Lkw der Bundeswehr gegeben. Ein Bekennerschreiben, das der linksextremen Szene zugeordnet wird, begründete die Angriffe anschließend damit, dass "was hier brennt woanders keinen Schaden mehr anrichten" könne und die betroffenen Fahrzeuge nicht mehr "in den Händen der türkischen Besatzungsarmee landen".

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.

sve



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Layer_8 07.04.2018
1. Radmuttern
Hatten die vorher mal ihre Vorschriften geändert? Als W15er vor vielen Jahren kann ich konstatieren, dass die oftmalige Kontrolle der Radmuttern, zumindest bei LKWs, damals Dienstvorschrift war. Vor Fahrtantritt und "technischem Halts" zwecks Radmutterkontrolle etc. alle gefühlte 100 km.
wundeswürger 07.04.2018
2. Das Thema gab es schon immer
Nur zur Info, während meiner Dienstzeit wurden wir regelmäßig zur Überprüfung der Radmuttern selbst an Privatfahrzeugen angewiesen. Dieses Thema ist so alt wie jede einzelne Radmutter
Neandiausdemtal 07.04.2018
3. Der ganz falsche Weg
Liebe (?) Linksextremisten, es ist völlig klar, dass jede Hilfe, die der Türkei unter ihrem derzeitigen Regime gewährt wird, der reine Schwachsinn ist. Aber laßt bitte die Jungs und Mädels der Trachtengruppe in Ruhe. Erstens ist UvL auch ohne Brandstiftung viel effizienter als ihr und zweitens geht es auch bei der Bundeswehr um Menschen. Obendrein um welche, die sich für ein betreutes Leben entschieden haben. Das sind nun wirklich die falschen Konfliktpartner.
päkman 07.04.2018
4.
Ich schließe mich den Vorrednern an, die Überprüfung der Radmuttern sowohl an Privat- als auch Dienstfahrzeugen wird ständig empfohlen. Die Verursacher gelockerter Radmuttern sind sich offenbar nicht bewusst, dass das 1. nach dem StGB durchaus als versuchter Mord/Totschlag gewertet wird (was passiert wenn sich ein Reifen auf der Autobahn plötzlich löst? Unfall vorprogrammiert, nicht nur für den Betroffenen sondern auch andere Verkehrsteilnehmer) und 2. sich diese "linksextremen Aktionen" gegen die komplett Falschen richtet, die genau gar nichts mit getroffenen Entscheidungen zu tun haben. Im Übrigen auch eine Form von Terrorismus, trifft es Zivilisten ist der Aufschrei umso größer
hitd 07.04.2018
5. Radmuttern ?
Gibt es denn einen dokumentierten Fall, wo gelöste Radmuttern ein Problem waren ? Ich glaube kaum, daß man ein Rad verliert, denn es werden sich kaum alle Radmuttern gleichzeitig lösen. Vielmehr dürfte es zuvor bei Lockerung ein instabiles Fahrverhalten geben, welches den aufmerksamen Fahrer eine Überprüfung durchführen läßt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.