Leipzig Unbekannte zünden Bundeswehr-Laster an

Die Täter kamen in der Nacht: Unbekannte haben in Leipzig mehrere Fahrzeuge der Bundeswehr in Brand gesetzt. Der Staatsschutz ermittelt.

Ausgebrannte Lastwagen in Leipzig
DPA

Ausgebrannte Lastwagen in Leipzig


Übrig bleibt ein Haufen Schrott. Die Reifen sind geschmolzen, die Scheiben geplatzt, der Lack ist ab: Nach einem Anschlag sind in der Nacht zum Dienstag mehrere Fahrzeuge der Bundeswehr in Leipzig völlig ausgebrannt. Nach Angaben der Polizei zündeten unbekannte Täter auf einem Werkstattgelände fünf Fahrschul-Lastwagen und einen Anhänger an. Auch drei zivile Wagen seien in Flammen aufgegangen.

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen, hieß es. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, wurde einem Behördensprecher zufolge auch der polizeiliche Staatsschutz eingeschaltet. Ein Bekennerschreiben gab es demnach bislang nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Fahrzeuge der Bundeswehr in Sachsen Ziel von Anschlägen wurden.

  • Der bislang schwerste Fall hatte sich 2009 in Dresden ereignet. Dort wurden 42 Fahrzeuge durch unbekannte Täter zerstört oder schwer beschädigt. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.
  • In Leipzig hatten Unbekannte am Neujahrsmorgen 2016 acht Dienstfahrzeuge des Zolls auf einem Behördengelände angezündet.

Ein Sprecher des Landeskommandos Sachsen der Bundeswehr sagte in Dresden, die Höhe des Sachschadens bei dem jüngsten Vorfall sei bisher unbekannt. Die Fahrzeuge seien zur Inspektion in der Werkstatt. Es handelte sich um Lastwagen, die im Kraftfahrausbildungszentrum in Leipzig eingesetzt waren. Dort werden Fahrer für verschiedene Einheiten der Bundeswehr ausgebildet.

kev/AFP/dpa

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