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Abrüstung: Bundeswehr vernichtet letzte Streumunition

Deutschland besitzt keine Streumunition mehr. Die Bundeswehr hat ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Kriegs seine letzten Bestände dieser heimtückischen Bomben vernichtet.

Die letzten Streumunitionsbomben in deutschem Besitz sind am Mittwoch von einer Spezialfirma im brandenburgischen Pinnow bei Angermünde zerlegt worden. Insgesamt wurden nach Angaben der Bundesregierung seit 2010 rund 50.000 Tonnen Streumunition entsorgt. Im Kalten Krieg verfügte die Bundeswehr über mehr als eine halbe Million Behälter mit insgesamt 60 Millionen Stück Streumunition.

Deutschland hat ein internationales Abkommen ("Oslo-Übereinkommen") unterzeichnet, mit dem diese besonders heimtückische Art von Munition seit 2010 weltweit geächtet wird. Eigentlich hätte die Bundesrepublik bis zur Vernichtung noch bis 2018 Zeit gehabt. Eingesetzt wurde Streumunition von der Bundeswehr nie.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier appellierte auch an alle anderen Länder der Welt, Streumunition abzuschaffen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte: "Eine so gewaltige Menge an Munition zu vernichten, ist ein weiterer Meilenstein für unser Engagement in der weltweiten Abrüstung."

Gefährlich ist Streumunition vor allem deshalb, weil ein erheblicher Prozentsatz nicht explodiert und die Bevölkerung vor Ort noch lange nach bewaffneten Konflikten gefährdet.

ler/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Nur der 1. Schritt
windpillow 25.11.2015
Wenn jetzt noch die deutsche Produktion von Landminen eingestellt wird, währe ja alles gut, denn Deutschland ist der Weltgrößte Landminen-Hersteller.
2.
schwarzrotgold 25.11.2015
Deutschland ist schon 1997 dem Ottawa-Abkommen beigetreten und produziert entsprechend keine Anti-Personen-Minen mehr. Haben Sie eine Quelle, dass Deutschland im Bereich der nicht durch Ottawa geächteten Landminen weltgrößter Hersteller ist? Da würden mir andere Verdächtige eher in den Sinn kommen.
3. Verantwortungsvolle Bomben
hinifoto 25.11.2015
@schwarzrotgold Sie haben recht. Natürlich halten sich deutsche Bomben an die Verträge von Ottawa. Sie sind so intelligent, dass sie zwischen bösen Panzern und harmlosen Personen unterscheiden können. Ausserdem sind sie so rücksichtsvoll, dass sie sich nach Beendigung eines Konfliktes sofort selbst vernichten.
4. oh da bin ich aber beruhigt
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 25.11.2015
Zitat von schwarzrotgoldDeutschland ist schon 1997 dem Ottawa-Abkommen beigetreten und produziert entsprechend keine Anti-Personen-Minen mehr. Haben Sie eine Quelle, dass Deutschland im Bereich der nicht durch Ottawa geächteten Landminen weltgrößter Hersteller ist? Da würden mir andere Verdächtige eher in den Sinn kommen.
Mich würde dann nur noch interessieren ob andere als Anti-Personen-Minen nicht vlt. "Abwärtskompatibel" sind. Was auch nicht schlecht wäre, ist ein weiteres Abkommen zur Entschädigung von Minenopfern, Strafverfolgung der Täter (und dazu gehören auch oder vor allem die Produzenten, Ingenieure und alle die wissentlich an Produktion und Verkauf dieser "Ware" profitiert haben) sowie Unterstützung bei der aufwendigen Minenräumung.
5.
windpillow 25.11.2015
Zitat von schwarzrotgoldDeutschland ist schon 1997 dem Ottawa-Abkommen beigetreten und produziert entsprechend keine Anti-Personen-Minen mehr. Haben Sie eine Quelle, dass Deutschland im Bereich der nicht durch Ottawa geächteten Landminen weltgrößter Hersteller ist? Da würden mir andere Verdächtige eher in den Sinn kommen.
Habe ich.: -Handicap International- An Herstellung, Entwicklung und Export u.a. beteiligt:Rheinmetall und EADS.
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