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Bundeswehr in Aufregung: Blitz-Reform verunsichert Soldaten

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe.

Bundeswehrreform: Licht aus in Texas, Tor zu in Lütjenburg Fotos
REUTERS

Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) war voll des Lobes - für sich selbst. Als er im März 2011, nicht ganz freiwillig, die Amtsgeschäfte an Thomas de Maizière (CDU) übergab, versprach er seinem Nachfolger ein "bestelltes Haus". Stattdessen übernahm der neue Verteidigungsminister eine Baustelle, auf der auch knapp anderthalb Jahre später vom Fundament bis zum Dachfirst reichlich zu tun ist. Denn in der Bundeswehrreform, Guttenbergs Prestigeobjekt, hakt es gewaltig.

"Diese Reform ist ein Kuckucksei", sagt Christian Mölling von der Stiftung Wissenschaft und Politik am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit in Berlin. Für de Maizière ist sie eine milliardenteure Erblast. Die Probleme betreffen große Teile des Reformpakets.

Problem Freiwilligenarmee: Seit einem Jahr läuft das Experiment der Truppe auf freiwilliger Basis. Die Bilanz fällt ernüchternd aus. Zwischen 25 und 30 Prozent der Freiwilligen überstehen die ersten sechs Monate in der Bundeswehr nicht. Die einen haben rasch genug von Drill und Quälerei der Ausbildung. Bei den anderen winken die Vorgesetzten dankend ab. Da feiert das Ministerium selbst kleine Lichtblicke als Erfolge. Man erreicht auch 2012 wieder die Zahl von 5000 Freiwilligen, die bis zum Ende durchhalten.

Dass dies das absolute Minimum ist, muss ja nicht allzu offensiv kommuniziert werden. 15.000 Freiwillige sind nach der Abschaffung der Wehrpflicht eigentlich Wunschwert. Doch offenbar gelingt es - trotz intensiver Rekrutierung - nicht, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber zu vermarkten.

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), sieht hier noch einen weiten Weg vor der Bundeswehr liegen: "Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Truppe wird die Vereinbarkeit von Dienst und Familie sein. Das gilt für Kinderbetreuung, Absicherung und Planungssicherheit. Da liegt noch eine eigene Reform vor uns. Aber eine, die die Zukunft der Bundeswehr entscheidend mitprägen wird."

Klar ist: Der Bundeswehr droht ein demografisches Problem. Immer weniger qualifizierte junge Menschen landen auf dem Arbeitsmarkt. Noch weniger verpflichten sich freiwillig bei der Bundeswehr. Für Uwe Köpsel, Landesvorsitzender Ost im Bundeswehrverband, steht die Truppe in der Konkurrenz zur Privatwirtschaft mit schlechten Karten da: "Gerade bei Fachkräften, zum Beispiel Ärzten, müssen wir uns anstrengen, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. Da wird der Kampf um die klügsten Köpfe nicht leichter."

Als Konsequenz müssen die Mitarbeiter der jetzt überflüssigen Kreiswehrersatzämter auf Tour gehen. Mit Laptop und Dienstwagen sollen sie fleißig rekrutieren.

Der zu erwartende Nachwuchsmangel sorgt auch für ungewöhnliche Ideen: Der Wehrbeauftragte sieht etwa ungenutztes Potential in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe: "Man muss ausdrücklich auch Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen", sagt Hellmut Königshaus. "Ich gehe davon aus, dass Menschen, die mit Migrationshintergrund zur Bundeswehr gehen, vorher die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Eben weil sie bereit sind, für unser Land zu dienen und sich damit klar zu unserem Land bekennen, kann ich mir durchaus eine Sonderregelung bei der Einbürgerung vorstellen."

Problem Personalabbau: Die Bundeswehr schrumpft, so sieht es die Reform vor. 2017 werden noch 170.000 Soldaten übrig sein. Ziel ist eine schlanke, kostengünstige und flexible Truppe. Gleichzeitig soll jedoch die Schlagkraft steigen und die Bundeswehr - wie seit zehn Jahren in Afghanistan - noch mehr internationale Aufgaben übernehmen.

"Die Bundeswehr soll effektiver und effizienter werden. Dem ist bisher nicht so. Die Anzahl an Soldaten, die für einen Konflikt bereitstehen, sinkt proportional zur Gesamtstärke der Truppe. Man wird nicht mehr mit weniger machen können. Sondern eben weniger mit weniger", warnt Christian Mölling.

Eine Entwicklung, die laut Uwe Köpsel auf Kosten der aktiven Soldaten geht: "Das wird zu einer erheblichen Mehrbelastung der Soldaten führen, die im Dienst bleiben. In einer Zeit, in der wir über Burnout diskutieren, ist das bedenklich."

Problem Standortschließung: Soll eine Kaserne irgendwo in der deutschen Provinz geschlossen werden, ist die Aufregung groß. Schließlich ist die Bundeswehr oft wichtigster Arbeitgeber. An 32 Standorten wird das Licht bis 2015 endgültig gelöscht. 33 weitere werden so stark reduziert, dass es einer Schließung gleichkommt. Viele Kommunen stehen vor sozialen Umbrüchen durch die Reform. Dazu kommt die ständige Unsicherheit für die Soldaten. Die Menschen in den Standorten, die aufgegeben werden, wissen oft immer noch nicht, wo sie mit ihren Familien einmal landen werden. Diese Unsicherheit zusammen mit der Mehrbelastung könne zu großen Problemen führen, sagt Uwe Köpsel vom Bundeswehrverband.

Eine Reduzierung der Truppenstärke kann kaum ohne Standortabbau ablaufen, da sind sich die Experten einig. Dass de Maizière diese zudem ohne allzu großen Widerstand der Länder durchgebracht hat, spricht für das Verhandlungsgeschick des Ministers.

Trotzdem sieht Hellmut Königshaus auch hier verpasste Chancen. Zusammengehörende Truppenteile hätten auch tatsächlich zusammengefasst, Cluster gebildet werden müssen: "Es gibt Großverbände, die von der Ostsee bis an die Alpen reichen. Eine so breite Verteilung von Truppengattungen ist bei den heutigen Transportmöglichkeiten nicht mehr nötig. Aber nun ist der 'Sack zu', wie der Verteidigungsminister gesagt hat." Schon jetzt liege der Pendleranteil in manchen Teilen der Truppe bei mehr als 80 Prozent.

Trotz aller Sorgen drückt de Maizière aufs Tempo. Bis Ende 2015 soll der Großteil der umstrittenen Standortschließungen vollzogen und das größte Reformpaket auf den Weg gebracht sein. "Wir sind gut unterwegs", sagt der Verteidigungsminister.

Ob das ungeliebte Großprojekt jedoch überhaupt das kommende Jahr übersteht, da hat Wissenschaftler Mölling Zweifel: "2013 ist Bundestagswahl. Die müssen wir erst einmal abwarten."

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insgesamt 81 Beiträge
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1. Aussetzen der Wehrpflicht war ein Fehler
brassica 08.08.2012
Das Aussetzen ("Abschaffen") der Wehrpflicht war neben dem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie (mit gleichzeitiger Überförderung erneuerbarer Energien) und der Bankenrettung der größte Fehler dieser Bundesregierung. Anstatt diese Fehler einzugestehen und entsprechend zu korrigieren wird aber der einmal eingeschlagene falsche Weg weiterbeschritten, koste es, was es wolle. Im Ergebnis haben wir Deutschen demnächst die höchsten Stromkosten für private Haushalte auf der ganzen Welt, einen hoffnungslos veschuldeten Staat zu Lasten künftiger Generationen sowie eine demoralisierte, kaputtgesparte und nicht einsatzfähige Armee. Herzlichen Glückwunsch! Alles wird gut.
2. Man braucht einen Neuanfang
n+1 08.08.2012
Zitat von sysopREUTERSVerteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,846438,00.html
Die Bundeswehr hat noch die Strukturen einer Wehrpflichtarmee. Eine grotesk aufgeblähte Zivilverwaltung. Eine Besoldung, die als Realsatire durchgehen kann. Der Polizist hat im Regelfall die Laufbahn des höheren Dienstes, der Soldat hat noch die Laufbahn des einfachen Dienstes, der andernorts völlig verschwunden ist. Dass man da keine Leute bekommt ist nachvollziehbar. Und von den heutigen Standorten wird nicht mal mehr die Hälfte bestehen bleiben. Wir brauchen ein Heer von 80 000 (wirklich einsatzfähigen Leuten), eine Marine von 30 000 und eine Luftwaffe von 20 000 Mann. Und eine Zivilverwaltung von maximal 20 000. Das ergibt 150 000, verteilt auf maximal 80 Standorte. Ob es überhaupt geht, die bestehenden Strukturen anzupassen statt parallel eine ganz neue Struktur aufzubauen?
3. Überbewertet
hubertrudnick1 08.08.2012
Zitat von sysopREUTERSVerteidigungsminister Thomas de Maizière treibt die Bundeswehrreform voran. Doch Nachwuchssorgen, Personalabbau und problematische Standortschließungen bremsen das Mega-Projekt. Experten warnen vor einer Überlastung der Truppe. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,846438,00.html
Die Bundeswehr wird einfach nur überbewehrtet, man wollte sich von einer Verteidigungsarmee verabschieden und nur noch hin zu einer Abenteuerarmee gehen und das geht in die Hose. Die Abschaffung der Wehrpflicht war nur auf den Wunsch derjenigen geschehen, die wieder mit der Stärke der Bundeswehr überall mitmischen wollen. Man ist wirtschaftlich wer und steht einigermaßen finanziell recht gut da und das wollte man auch mit dem Kriegeinsatz in fasten allen Ländern der Welt zeigen, nur das wäre ein fataler Fehler der deutschen Außenpolitik. Wir müssen nicht in Afghanistan die deutesche Freiheit verteidigen, wer so etwas proklamiert der spielt nur mit dem Feuer und dem Leben seiner Bürger. Allerdings verstehen ich auch die jungen Menschen nicht die heute in der freiwilligen Bundeswehr sich zum Kriegseinsatz melden, sie begreifen es noch nicht, dass sie die Abenteuerpolitik einiger weniger mit ihrem Leben austragen sollen. Der Aufschneider KTG hat keine gute Arbeit geleistet, er war mit dem Mund immer schneller als was er wirklich tat. Deutschland brauch eine Verteidigungsarmee, aber keine die sich auf Abenteuerlust in die Welt begibt, macht Schluß mit diesen Wahnsinn. HR
4. Aussetzung völlig richtig!
chewbacca 08.08.2012
Zitat von brassicaDas Aussetzen ("Abschaffen") der Wehrpflicht war neben dem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie (mit gleichzeitiger Überförderung erneuerbarer Energien) und der Bankenrettung der größte Fehler dieser Bundesregierung. Anstatt diese Fehler einzugestehen und entsprechend zu korrigieren wird aber der einmal eingeschlagene falsche Weg weiterbeschritten, koste es, was es wolle. Im Ergebnis haben wir Deutschen demnächst die höchsten Stromkosten für private Haushalte auf der ganzen Welt, einen hoffnungslos veschuldeten Staat zu Lasten künftiger Generationen sowie eine demoralisierte, kaputtgesparte und nicht einsatzfähige Armee. Herzlichen Glückwunsch! Alles wird gut.
Bei der Energiewende gebe ich Ihnen größtenteils recht. Was hat aber die Aussetzung der Wehrpflicht damit zu tun, dass die Bundeswehr ein großer Sauhaufen ist (bzw. davor schon war). Die Aussetzung war das einzig richtige. Von vielen weiß ich (speziell von meinen Neffen), dass die Wehrpflicht entweder zwischen einem sofortigen Studium/Ausbildung stand (falls sowieso nicht Zivi) oder diese Zeit als die "geilste" Erfahrung( keine Arbeit, saufen, Party) angesehen wird . Beides bringt der Gesellschaft nichts. Die ineffektiven, verschwenderischen Strukturen haben ja gerade auch wegen der Wehrpflicht bestanden. Eine flexible, professionalisierte Berufsarmee ist das einzig richtige für die heutige Zeit! Im Gegensatz zu anderen schätze ich die Arbeit der Soldaten für Deutschland, sie ist auch wichtig...nur wird mir immer schlecht wenn ich sehe was uns dieser ganze Spaß kostet! Ein Verwandter war Zeitsoldat...ist nicht übernommen worden, kriegt aber alles, wirklich alles bezahlt. Während seiner Umschulung/Ausbildung zum Archivar bekommt er das normale Gehalt plus was weiß ich für verschiedene Zuschläge und Trennungsgeld! Sowas ist purer Luxus! Und er war nur Mannschaftsrang! Was uns die ganzen Offiziere und Piloten (die früher mit 55 bzw. 52 in die wohlverdiente dicke Pension gegangen sind) kosten...ich will garnicht dran denken.
5.
traurigewelt 08.08.2012
Zitat von n+1Die Bundeswehr hat noch die Strukturen einer Wehrpflichtarmee. Eine grotesk aufgeblähte Zivilverwaltung. Eine Besoldung, die als Realsatire durchgehen kann. Der Polizist hat im Regelfall die Laufbahn des höheren Dienstes, der Soldat hat noch die Laufbahn des einfachen Dienstes, der andernorts völlig verschwunden ist. Dass man da keine Leute bekommt ist nachvollziehbar. Und von den heutigen Standorten wird nicht mal mehr die Hälfte bestehen bleiben. Wir brauchen ein Heer von 80 000 (wirklich einsatzfähigen Leuten), eine Marine von 30 000 und eine Luftwaffe von 20 000 Mann. Und eine Zivilverwaltung von maximal 20 000. Das ergibt 150 000, verteilt auf maximal 80 Standorte. Ob es überhaupt geht, die bestehenden Strukturen anzupassen statt parallel eine ganz neue Struktur aufzubauen?
Wofür brauchen wir ein Heer? Wofür eine Luftwaffe? Wofür eine Marine? Werden wir angegriffen? Sie wissen, dass Soldaten in Deutschland sehr gut verdienen? Ich kenne einige, und über lukrativität haben die sich noch nie beschweren müssen.
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Kampfschwimmer: Guerilla-Krieg zur See

Neues Stationierungskonzept der Bundeswehr
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr vorgestellt. Danach stehen mehr als 60 der 328 Standorte vor dem Aus: 32 werden geschlossen, und weitere 33 schrumpfen auf weniger als 15 Mitarbeiter.
Baden-Württemberg
Schließung: Hardheim, Hohentengen, Immendingen, Sigmaringen.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Pforzheim, Ravensburg, Schwäbisch Gmünd.

Stationierung: Künftig 15.800 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 25.500, mit Sigmaringen wird ein Großstandort mit über 1000 Dienstposten geschlossen.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 2,4 auf 1,5.
Bayern
Schließung: Fürstenfeldbruck, Kaufbeuren, Penzing.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Bamberg, Deggendorf, Kempten (Allgäu), Regensburg, Traunstein, Würzburg.

Stationierung: Künftig 31.000 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 50.700, mit Fürstenfeldbruck und Penzing werden zwei Großstandorte mit über 1000 Dienstposten geschlossen.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 4,1 auf 2,5.
Berlin
Keine Schließungen oder signifikanten Reduzierungen. Das Führungskommando der Luftwaffe kommt nach Berlin-Gatow.

Stationierung: Künftig 5000 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 5200.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner bleibt bei 1,5.
Brandenburg
Keine Schließungen oder signifikanten Reduzierungen. Das Führungskommando des Heeres kommt nach Strausberg.

Stationierung: Künftig 7400 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 8800.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 3,5 auf 2,9.
Bremen
Keine Schließungen oder signifikanten Reduzierungen.

Stationierung: Künftig 700 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 1100.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 1,7 auf 1,1.
Hamburg
Keine Schließungen oder signifikanten Reduzierungen.

Stationierung: Künftig 2400 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 2700.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 1,5 auf 1,4
Hessen
Schließung: Rotenburg an der Fulda.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Darmstadt, Gelnhausen, Wetzlar.

Stationierung: Künftig 5400 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 8600.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 1,4 auf 0,9.
Mecklenburg-Vorpommern
Schließung: Lübtheen, Rechlin, Trollenhagen

Das Führungskommando der Marine kommt nach Rostock.

Stationierung: Künftig 10.600 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 14.200.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 8,6 auf 6,4.
Niedersachsen
Schließung: Ehra-Lessien, Lorup, Schwanewede.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Braunschweig, Göttingen, Neuharlingersiel, Stade.

Stationierung: Künftig 40.800 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 51.600.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner 6,5 auf 5,1.
Nordrhein-Westfalen
Schließung: Kerpen, Königswinter.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Arnsberg, Dortmund, Herford, Paderborn, Recklinghausen, Siegen. Das Führungskommando der Streitkräftebasis erhält seinen Sitz in Bonn.

Stationierung: Künftig 26.800 Soldaten und Zivilbeschäftgte statt bisher 36.600.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 2,0 auf 1,5.
Rheinland-Pfalz
Schließung: Bad Neuenahr-Ahrweiler, Birkenfeld, Emmerzhausen, Kusel, Speyer.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Kaiserslautern. Das Führungskommando des Zentralen Sanitätsdienstes kommt nach Koblenz.

Stationierung: Künftig 20.600 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 28.700, mit Kusel und Speyer werden zwei Großstandorte geschlossen.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 7,2 auf 5,1.
Saarland
Keine Schließungen

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Sankt Wendel.

Stationierung: Künftig 1400 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 2700.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 2,6 auf 1,4.
Sachsen
Schließung: Mockrehna.

Stationierung: Künftig 3600 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 4500.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 1,1 auf 0,9.
Sachsen-Anhalt
Keine Schließungen.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Halle (Saale) Stationierung: Künftig 4400 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 5600.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 2,4 auf 1,9.
Schleswig-Holstein
Schließungen: Alt Duvenstedt, Bargum, Glücksburg, Hohn, Hürup, Ladelund, Lütjenburg, Idstedt, Seeth.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Albersdorf, Bramstedtlund, Itzehoe, Schleswig.

Stationierung: Künftig 15.300 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 26.000.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 9,2 auf 5,4.
Thüringen
Schließung: Ohrdruf.

Künftig weniger als 15 Dienstposten: Mühlhausen, Suhl.

Stationierung: Künftig 6300 Soldaten und Zivilbeschäftigte statt bisher 9000.

Bundeswehrdichte je 1000 Einwohner sinkt von 4,0 auf 2,8.
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