Sexueller Übergriff: Bundeswehrsoldat soll Kosovarin belästigt haben

Wegen des Verdachts eines sexuellen Übergriffs hat die Bundeswehr einen deutschen Soldaten aus dem Kosovo in die Heimat zurückgeschickt. Dort soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, ob der Mann eine Kosovarin in einem Militärlager belästigt hat.

Bundeswehr im Kosovo: Ermittlungen gegen einen SoldatenZur Großansicht
REUTERS

Bundeswehr im Kosovo: Ermittlungen gegen einen Soldaten

Bamako/Berlin - Die Bundeswehr im Kosovo muss sich mit einem möglichen Sexualdelikt in den eigenen Reihen befassen: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE besteht der Verdacht, dass ein deutscher Soldat im Lager der Bundeswehr eine kosovarische Frau belästigt hat.

Der Vorfall in dem Lager "Film City" in Pristina ereignete sich bereits am 8. März. Nach ersten Ermittlungen entschied sich die Führung der deutschen Einheiten aufgrund der gesammelten Hinweise, den beschuldigten Soldaten knapp eine Woche später nach Hause zu schicken.

Das Einsatzführungskommando bestätigte auf Anfrage den Vorfall, der sich demnach in einer sogenannten Betreuungseinrichtung der Bundeswehr im Hauptquartier der Nato-Truppen ereignet hatte. Der beschuldigte Soldat, so ein Sprecher, sei ein Mannschaftsdienstgrad - damit bezeichnet die Bundeswehr alle Soldaten unterhalb der Unteroffiziere.

In Deutschland wird nun die Staatsanwaltschaft Ellwangen den Vorwürfen nachgehen. Aus der Truppe hieß es, die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen die "sexuelle Selbstbestimmung" der lokalen Mitarbeiterin der Bundeswehr. Unter diesem Oberbegriff fasst das Strafgesetzbuch sowohl die sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung zusammen. Die Bundeswehr unterrichtete ausgewählte Abgeordnete des Bundestags über den "Vorfall" im Kosovo.

Im Kosovo sind zurzeit knapp 750 deutsche Soldaten stationiert. Sie sichern gemeinsam mit anderen Nationen hauptsächlich die Stabilität zwischen dem Kosovo und Serbien, das die Unabhängigkeit der Teilrepublik bis heute anzweifelt.

Bei der Nato-Mission Kfor hat die Bundeswehr die Führungsrolle. Wegen anhaltender Spannungen im Grenzgebiet wurde die Größe des Kfor-Kontingents bisher nicht wie eigentlich geplant verringert.

mgb

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insgesamt 4 Beiträge
Hamberliner 18.03.2013
Einerseits ohne Abstimmung mit der internationalen Gemeinschaft Kosovo zum souveränen Staat zu erklären und andererseits den kosovarischen Gesetzgeber und die kosovarische Justiz daran hindern, Straftaten selbst zu ahnden, [...]
Zitat von sysopWegen des Verdachts eines sexuellen Übergriffs hat die Bundeswehr einen deutschen Soldaten aus dem Kosovo in die Heimat zurückgeschickt. Dort soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, ob der Mann eine Kosovarin in einem Militärlager belästigt hat. Bundeswehrsoldat soll Kosovarin belästigt haben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehrsoldat-soll-kosovarin-belaestigt-haben-a-889592.html)
Einerseits ohne Abstimmung mit der internationalen Gemeinschaft Kosovo zum souveränen Staat zu erklären und andererseits den kosovarischen Gesetzgeber und die kosovarische Justiz daran hindern, Straftaten selbst zu ahnden, das passt irgendwie schlecht zusammen. Was ich vermisse ist nähere Information darüber, wie das denn im Kosovo auf der Straße, in der Öffentlichkeit und in den örtlichen Medien ankommt. Vielleicht wurde dadurch obendrein auch noch Öl ins Feuer gegossen?
viceman 18.03.2013
haben ihm die zugeführten nutten nicht mehr gefallen? wenn ich allerdings von "kosovarischer justitz" lese kann ich ja nur laut lachen. die kosovarische mafia verdient in ganz europa an prostitution und [...]
Zitat von HamberlinerEinerseits ohne Abstimmung mit der internationalen Gemeinschaft Kosovo zum souveränen Staat zu erklären und andererseits den kosovarischen Gesetzgeber und die kosovarische Justiz daran hindern, Straftaten selbst zu ahnden, das passt irgendwie schlecht zusammen. Was ich vermisse ist nähere Information darüber, wie das denn im Kosovo auf der Straße, in der Öffentlichkeit und in den örtlichen Medien ankommt. Vielleicht wurde dadurch obendrein auch noch Öl ins Feuer gegossen?
haben ihm die zugeführten nutten nicht mehr gefallen? wenn ich allerdings von "kosovarischer justitz" lese kann ich ja nur laut lachen. die kosovarische mafia verdient in ganz europa an prostitution und rauschgifthandel und deren zentrale sitzt im kosovo.ergo kann das nur "mafiajustitz" sein, da ist es besser der arme junge wird in deutschland befragt....
Hans58 18.03.2013
Die Truppenstellernation ist für die Verfolgung von Straftaten im Stationierungsland zuständig und nicht der Aufnahmestaat, so die einschlägigen und üblichen "Status of Forces Agreements". Ich gehe mal davon aus, [...]
Zitat von HamberlinerEinerseits ohne Abstimmung mit der internationalen Gemeinschaft Kosovo zum souveränen Staat zu erklären und andererseits den kosovarischen Gesetzgeber und die kosovarische Justiz daran hindern, Straftaten selbst zu ahnden, das passt irgendwie schlecht zusammen. Was ich vermisse ist nähere Information darüber, wie das denn im Kosovo auf der Straße, in der Öffentlichkeit und in den örtlichen Medien ankommt. Vielleicht wurde dadurch obendrein auch noch Öl ins Feuer gegossen?
Die Truppenstellernation ist für die Verfolgung von Straftaten im Stationierungsland zuständig und nicht der Aufnahmestaat, so die einschlägigen und üblichen "Status of Forces Agreements". Ich gehe mal davon aus, dass der Vorfall erst jetzt durch diesen Artikel in SpON im Kosovo wahrgenommen wird, wenn überhaupt.
phaeno 19.03.2013
Bei dem geschmacklosen Zynismus, den Sie in Ihrem Posting an den Tag legen, erlaube ich mir, Sie darauf hinzuweisen, dass der "arme Junge" immerhin zumindest ein Opfer produziert hat. Dass der Kosovo das europäische [...]
Bei dem geschmacklosen Zynismus, den Sie in Ihrem Posting an den Tag legen, erlaube ich mir, Sie darauf hinzuweisen, dass der "arme Junge" immerhin zumindest ein Opfer produziert hat. Dass der Kosovo das europäische Zentrum mafiöser Strukturen ist, hat zunächst einmal die Infasion und gewaltsame Abtrennung von Serbien verursacht. Es darf vermutet werden, dass man den Kosovo als Handelsknoten für den Absatz der durch die US-Invasion in Afghanistan neu entstandenen Opiummengen Richtung Europa gebraucht hatte. Warum sonst hätte man einen Staat installieren sollen, der kleiner als Oberbayern niemals ohne Hilfe von Außen überlebensfähig sein wird?
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  • Montag, 18.03.2013 – 17:47 Uhr
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Fläche: 10.908 km²

Bevölkerung: 1,734 Mio.

Hauptstadt: Pristina

Staatsoberhaupt:
Atifete Jahjaga

Regierungschef:
Hashim Thaçi

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