Wahl in Leipzig SPD-Politiker Jung bleibt Oberbürgermeister

Leipzig bleibt rot: Oberbürgermeister Burkhard Jung ist für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt worden. Der SPD-Politiker siegte mit großem Vorsprung vor seinem Herausforderer von der CDU. Seit der Wende wird die Messestadt durchgehend von Sozialdemokraten regiert.

Wahlsieger Jung: 17 Prozent Vorsprung
DPA

Wahlsieger Jung: 17 Prozent Vorsprung


Leipzig - Burkhard Jung bleibt für weitere sieben Jahre Oberbürgermeister von Leipzig. Der Amtsinhaber von der SPD setzte sich am Sonntag im zweiten Wahlgang gegen vier Konkurrenten durch. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis sicherte sich Jung 45 Prozent der Stimmen. Der CDU-Herausforderer und ehemalige Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski kam auf 28,7 Prozent der Stimmen.

Barbara Höll (Die Linke) holte 14,2 Prozent. Felix Ekardt (Grüne) erreichte 6,9 Prozent und der unabhängige Einzelbewerber Dirk Feiertag 5,2 Prozent. Die Stichwahl war nötig geworden, weil im ersten Wahlgang am 27. Januar keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte. Diesmal genügte die einfache Mehrheit zum Sieg. Der FDP-Bewerber René Hobusch, der im ersten Wahlgang nur 1,8 Prozent geschafft hatte, war beim zweiten Wahlgang nicht mehr angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,2 Prozent.

Der gebürtige Siegener Jung war 1991 als Lehrer nach Sachsen gekommen und ist seit März 2006 Leipziger Oberbürgermeister. Vor Jung standen die Sozialdemokraten Wolfgang Tiefensee und Hinrich Lehmann-Grube an der Spitze der Messestadt. Seit der Wende wird Leipzig damit durchgängig von SPD-Politikern regiert.

syd/dpa/AFP

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lasterfahrer 17.02.2013
1.
solang populismus-horst nicht gewonnen hat ist alles gut. was der sich als polizeipräsident geleistet hat war ja unglaublich. wo noch in deutschland war es bitteschön üblich dass man sich als bürger 1x im monat von der polizei im rahmen einer "komplexkontrolle" durchsuchen lassen durfte? in diesem sinne vielen dank an unseren sächsischen innenminister der diese unverschämtheit jedesmals aufs neue genehmigt hat. bei der nächsten landtagswahl werd ich auch wieder wählen gehen, gegen die CDU. danke horst w. und danke markus u., ihr seid die grössten!
laotse8 17.02.2013
2. Große Städte,
denen der Landeshauptstadtstatus verwehrt oder genommen wurde, gehen schon mal an die Opposition. Gruß nach Leipzig aus Karlsruhe!
UweKarl 17.02.2013
3. dem Spiegel zum trotz
[Einige gewinnen bei der Demoskopie, andere gewinnen die Wahlen. Die Menschen ticken eben anders als die Auftraggeber für die Meinungsforscher (macher) Institute.
henkeltopf 17.02.2013
4.
Was für eine Steuergeldverschwendung in Leipzig. Warum gibt es extra eine OB Wahl? Kann man doch mit ner Landtagswahl zusammen legen. Und warum um himmelswillen eine Stichwahl??? Und warum stellen sich die ganzen Egomanen von CDU,Grünen etc. nochmal auf, obwohl Jung schon im ersten Wahlgang mit Abstand die meisten Stimmen bekommen hat? Obwohl ich wahlberechtigt war, habe ich mich dem teuren und verschwenderischen Affenzirkus beides Mal ferngehalten.
astarte24 17.02.2013
5. Alles beim alten..
Seit der Wende die gleiche Partei am Ruder bedeutet für Leipzig leider mittlerweile Stillstand bei Investitionen, Selbstgefälligkeit in der Standortpolitik und -höflich ausgedrückt- parteifreundliche Ämtervergabe bei der Postenbesetzung städtischer Betriebe. Da wundert es keinen wenn Uneffizienz und Korruption in der sonst erfolgreichsten Stadt des Ostens blühen. Leider war auch bei dieser Wahl die Opposition nicht in der Lage einen gemeinsamen Kandidaten auf die Reihe zu kriegen. Selber Schuld dass nun weitere 7 Jahre Burkhard Jung anstehen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.