Cannabis-Konsum: Berlin bleibt für Kiffer attraktiv

Berlin bleibt für Cannabiskonsumenten attraktiv: Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wird in Kürze eine Verwaltungsvorschrift unterzeichnen, wonach in der Hauptstadt das Mitführen von bis zu 15 Gramm Haschisch oder Marihuana in der Regel straffrei bleiben kann.

Damit geht Berlin einen Sonderweg. In den meisten Bundesländern werden bis zu 6 Gramm als "geringe Menge" für den Eigenkonsum eingestuft. Das Betäubungsmittelgesetz ist zwar Bundesrecht, den Ländern ist es jedoch überlassen, per Verwaltungsvorschrift die "geringe Menge" zu definieren, die straffrei mitgeführt werden darf.

Das Bundesverfassungsgericht hatte 1994 klargestellt, dass "Cannabisprodukte lediglich in kleinen Mengen zum gelegentlichen Eigenverbrauch erworben und besessen" werden dürfen. In Berlin, wo die jetzige Verwaltungsvorschrift ausläuft, haben sich vor allem Mitglieder der Partei Die Linke für eine weiterhin großzügige Drogenpolitik starkgemacht.

Nach der aktuellen Berliner Richtlinie ist ein Ermittlungsverfahren quasi automatisch einzustellen, wenn jemand mit bis zu 10 Gramm Haschisch oder Marihuana erwischt wird, bis zu maximal 15 Gramm kann eingestellt werden. Diese Regelung habe sich bewährt, so die Gesundheitsverwaltung.

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insgesamt 108 Beiträge
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1. Deshalb wirds nie ne Weltstadt!
Hercules Rockefeller, 15.05.2010
Arm, niemals sexy und nun auch noch dauerbreit. Welches Land leistet sich eigentlich noch eine Hauptstadt, die derart auf Verlotterung getrimmt ist? Dagegen war Bonn ja pure Erotik!
2. Christi Himmelfahrt
niccolòòò 15.05.2010
Wenn ich mir das "Deutsche Brauchtum" am Vatertag anschaue, würde ich eher die, von eigentlich allen sich mit Drogen befassenden Wissenschaftlern, als gefährlicher erkannte Droge, Alkohol nur noch in kleinen Mengen erlauben. Man könnte dann Zivilstreifen an Getränkemärkten, statt an der Grenze zu Holland aufstellen und wenn mehr als eine Kiste Bier im Auto ist, wird das Zeug einkassiert, man bekommt ne Anzeige und ist verdächtig ein Dealer zu sein. Kommt ein Kumpel vorbei und man bietet ihm ein Bier ein, so ist das kostenlose Abgabe von Rauschmitteln, also nur ein kleines Vergehen. Die wahren Verbrecher wären die Kneipenwirte, die auch noch Geld mit dem Leid und der Sucht anderer Menschen verdienen. Sie werden sagen: "Bin ich im falschen Film?" Genauso geht es dem Cannabiskonsumenten, allerdings mit wissenschaftlich gesehen mehr Recht. Nur hat Drogenpolitik außer bei grünen und linken nichts mit Wissenschaft zu tun...
3. Danke an die LINKEN!
Transmitter, 15.05.2010
Zitat von sysopBerlin bleibt für Cannabiskonsumenten attraktiv: Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wird in Kürze eine Verwaltungsvorschrift unterzeichnen, wonach in der Hauptstadt das Mitführen von bis zu 15 Gramm Haschisch oder Marihuana in der Regel straffrei bleiben kann. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694925,00.html
Endlich ein Schritt in die richtige Richtung! Danke! Der nächste Schritt ist, Cannabis auf Rezept verschrieben zu bekommen. Als Medikament. In Kalifornien / USA ist das bereits gelungen. Mit gewaltigen Erfolgen. Ich bin beruflich oft in den USA. Persönlich hatte ich das Rauchen wegen der umfassenden Rauchverbote schon aufgegeben. Jetzt bin ich auf Shit umgestiegen und kann in California überall wieder rauchen. Am Anfang war es ein wenig komisch, aber jetzt macht es mir richtig Spass! Meine Freundin, sie war Nichtraucherin, konnte ich auch überzeugen. Die LINKE ist die Partei des Fortschritts. Gerade wir Raucher sollten dies jetzt erkennen. Früher wollte ich das nicht wahrhaben, jetzt gehört ihnen meine Stimme. Bei jeder Wahl.
4. Legalisierung überfällig
Fritz Katzfuß 15.05.2010
Die Legalsierung ist überfällig, aber 15 % Mehrwertsteuer müssen es schon sein. Richtig gesund ist das Gras doch auch nicht. Ob man es nun raucht, trinkt oder kifft.... Ich sag immer, wenn ich nicht gekifft hätte, wäre ich heute vielleicht schon Milliardär.
5. Drugs und Föderalismus
anin, 15.05.2010
Zitat von sysopBerlin bleibt für Cannabiskonsumenten attraktiv: Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) wird in Kürze eine Verwaltungsvorschrift unterzeichnen, wonach in der Hauptstadt das Mitführen von bis zu 15 Gramm Haschisch oder Marihuana in der Regel straffrei bleiben kann. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694925,00.html
Das ist deutscher Föderalismus: In Niedersachsen werden Jugendliche aus dem Unterricht geholt und wegen noch weniger Cannabis kriminalisiert: http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/29-Schueler-muessen-zum-Drogentest
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