Umfrage zu Merkel-Nachfolge Mehrheit der Unionsanhänger wünscht sich Kramp-Karrenbauer

Die drei Kandidaten um den CDU-Vorsitz werben derzeit um die Gunst ihrer Partei. In einer Umfrage des ZDF liegt Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer unter Unionsanhängern deutlich vorne.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin
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Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin


Soll nach Angela Merkel erneut eine Frau den Partei-Vorsitz der CDU übernehmen? Diese Frage bekommt Bewerberin Annegret Kramp-Karrenbauer derzeit häufiger gestellt. Die Sympathien der Unionswähler hat sie womöglich schon gewonnen. Dem aktuellen ZDF-"Politbarometer" zufolge sprechen sich 38 Prozent der Unionsanhänger für Kramp-Karrenbauer als neue Parteichefin aus. Ihre Zustimmungswerte liegen damit über jenem Wert, den ihre Mitbewerber Friedrich Merz und Jens Spahn zusammen erreichen.

Der frühere Unionsfraktionschef Merz kann demnach auf die Unterstützung von 29 Prozent der Anhänger bauen. Weit abgeschlagen ist Gesundheitsminister Jens Spahn. Für ihn sprechen sich der Umfrage zufolge nur sechs Prozent der Unionsanhänger aus.

Die Entscheidung über den neuen CDU-Vorsitzenden treffen allerdings nicht die Wähler, sondern die Delegierten des Bundesparteitags. Zustimmungswerte der Wähler sind daher nicht direkt ausschlaggebend, können aber möglicherweise für die Meinungsbildung der CDU-Delegierten eine Rolle spielen.

Die Befragten sehen demnach Kramp-Karrenbauers besonders in drei Punkten vor Merz: "glaubwürdig" (30 zu 16 Prozent), "sympathisch" (34 zu 15 Prozent) sowie bei der Frage, wer "eher die Interessen der normalen Bürger vertritt" (33 zu neun Prozent). Bei den Kompetenzwerten liegt dagegen Merz vorn (28 zu 16 Prozent). Zwölf Prozent der Unionsanhänger ist es laut der von der Forschungsgruppe Wahlen durchgeführten Umfrage egal, wer an die CDU-Spitze rückt. Weitere 15 Prozent könnten oder wollten die Frage nicht beantworten.

Die Delegierten des Bundesparteitags stimmen am 7. Dezember in Hamburg über den Parteivorsitz ab. Für das ZDF befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. November 1336 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Der statistische Fehler lag bei bis zu drei Prozent.

asc/dpa/AFP

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Politikverdrossener24 23.11.2018
1. Fake?
Wie bitte? Da wurde wohl eine Umfrage von politbegünstigten Öffentlich-Rechtlichen Würdenträgern gefakt, um dem Weiter-So-Establishment zu Hilfe zu kommen. Wurde eine wissentschaftlich korrekte Simple-Ramdom-Stichprobe genommen oder bestimmte Leute gefragt, um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten? Wie wurde mit nicht antwortenden Stimmen umgegangen? Sieht das ZDF etwa schon die öffentlich-rechtlichen Gebühren in Gefahr, dass es ich genötig sieht, politisch tätig zu werden?
gemüseflüsterer 23.11.2018
2. Wie beinahe immer, kommt meine Umfrage zu einem gänzlich anderen
Ergebnis. Freunde, Bekannte und Kollegen sprechen sich mehrheitlich für Merz aus und langfristig für Spahn. AKK steht für ein Weiter So. Merkels Politik wird abgelehnt. Die Debatte um den Migrationspakt als völlig unzureichend angesehen. Beinahe jeder glaubt, dieser sollte unbemerkt unterzeichnet werden. Das zeigt, dass es kaum mehr Vertrauen in Merkel gibt. Die Vertrauensfrage zu stellen wäre längst politisch und moralisch geboten.
mostly_harmless 23.11.2018
3.
Wie immer ist das Delta zwischen realem Leben und Foren/Kommentarspalten etc. riesig. Desweiteren ist sehr spannend, dass sich die Anhänger der Union von der durch Springer angeschobenen Agitprop für Merz offenbar nicht beeindrucken lassen.
isi-dor 23.11.2018
4.
Frau Kramp-Karrenbauer ist vermutlich in der Tat die am besten geeignete Nachfolgerin für den Parteivorsitz der CDU. Im Gegensatz zu sämtlichen ihrer Konkurrenten hat sie schon mal einen Wahlkampf geführt, eine Wahl gewonnen, Regierungserfahrung in Verantwortung, ein klares Konzept mit christlich-konservativem Profil und steht nicht allzu sehr im Verdacht, Lobbyistin anderer Interessensphären zu sein. Für mich wäre daher nur logisch, dass sich die Basis der CDU für sie entscheidet.
JungUndFrei 23.11.2018
5.
Zweifelsohne besitzt AKK die größte Schnittmenge mit Merkel. Da die derzeitigen CDU Anhänger vermutlich mit der Politik von Merkel zufrieden sind, ist es kein Wunder, dass diese AKK bevorzugen. Interessanter wäre das Ergebnis der potenziellen CDU Wähler (inkl. der jetzigen).
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