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FDP-Debakel im Saarland: Überholt von der Familienpartei

Willkommen in der Kategorie "Sonstige": Mit nur 1,2 Prozent der Stimmen fällt die FDP bei der Landtagswahl im Saarland auf das Niveau von Kleinstparteien. Selbst die Familienpartei konnte mehr Wähler auf ihre Seite ziehen.

Saarbrücken - Die FDP ist raus aus dem saarländischen Landtag - und nicht nur das: Der dramatische Verlust an Wählern lässt die Partei auf das Niveau von Kleinstparteien zurückfallen.

Bei der Wahl am Sonntag setzte sich die CDU mit ihrer Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer klar durch (35,2 Prozent), vor dem Wunsch-Koalitionspartner SPD (30,6 Prozent). Die Linkspartei kommt auf 16,1 Prozent, auch die Grünen und die Piratenpartei schafften den Sprung in den Landtag.

Die Saar-FDP bewegt sich indes in anderen Gefilden: Die Familienpartei, die sich nach eigener Darstellung vor allem für die Belange von Kindererziehenden einsetzt, kam bei der Landtagswahl am Sonntag laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 1,7 Prozent der Stimmen. Die FDP erzielte nur 1,2 Prozent - und erhielt damit nur 267 Stimmen mehr als die rechtsextreme NPD, die ebenfalls auf 1,2 Prozent kam.

Die absoluten Zahlen der erhaltenen Stimmen illustrieren den Vertrauensschwund der Saar-FDP besonders deutlich: Nur 5871 Wähler konnten sich dem Endergebnis zufolge zur Stimmabgabe für die Liberalen entscheiden. Bei der letzten Landtagswahl 2009 hatte die Saar-FDP noch 49.064 Wähler. Für die Familienpartei stimmten am Sonntag immerhin 8393 Bürger.

usp/AFP/dpa

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1.
Cotti 25.03.2012
Zitat von sysopREUTERSWillkommen in der Kategorie "Sonstige": Mit nur 1,2 Prozent der Stimmen fällt die FDP bei der Landtagswahl im Saarland auf das Niveau von Kleinstparteien. Selbst die "Familienpartei" konnte mehr Wähler auf ihre Seite ziehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823642,00.html
Die Egoistenpartei bekommt weniger Stimmen, als eine "Familienpartei" - lange genug hat es gedauert.
2. kein Wunder
marthaimschnee 25.03.2012
Wer Politik für 1,2% macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihn nur 1,2% wählen! Das Volk scheint eben doch nicht so hoffnungslos dämlich zu sein, daß es sich alles gefallen läßt.
3. Endlich
andreaslacher 26.03.2012
Zitat von sysopREUTERSWillkommen in der Kategorie "Sonstige": Mit nur 1,2 Prozent der Stimmen fällt die FDP bei der Landtagswahl im Saarland auf das Niveau von Kleinstparteien. Selbst die "Familienpartei" konnte mehr Wähler auf ihre Seite ziehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823642,00.html
Die FDP ist also endlich da angekommen, wo sie auch hingehört. Die Partei braucht eben (fast) niemand mehr. Eine Partei die den Gedanken der individuellen hoch hält fände wohl noch Wähler, aber das ist die FDP schon längst nicht mehr. Für diese, soll man sagen politische Sekte (?), für die Freiheit nur noch die der wirtschaftlich Starken ist, sind auch 1,2 % noch zuviel.
4. Es gibt zu wenig Hotelbesitzer um die 5% Hürde
Medienbeobachter 26.03.2012
Zitat von sysopREUTERSWillkommen in der Kategorie "Sonstige": Mit nur 1,2 Prozent der Stimmen fällt die FDP bei der Landtagswahl im Saarland auf das Niveau von Kleinstparteien. Selbst die "Familienpartei" konnte mehr Wähler auf ihre Seite ziehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823642,00.html
Endlich besinnen die Bürger in Deutschland sich auf ihre eigenen Interessen begreifen, daß die FDP lediglich ein von den Geldbaronen Deutschlands aufgezogener Club zur Steuervermeidung ist. Die Einthemenpartei FDP ist Kunstprodukt der sogenannten freien Presse, des Großbürgertums, daß sich seiner einzigen Staatsbürgerpflicht, dem Steuerzahlen, entziehen will. Und wie schädlich so eine mediale Massenhypnose für das Gemeinwohl ist zeigt die unfassbare Tatsache, daß so manche Putzfrau in Deutschland mehr Steuern zahlt als einer der mit 20 Jahren Papas Millionen erbt und dann sein Leben lang nie mit Arbeit in Berührung kommt. Kein Wunder, daß in vielen Gorßstädten NRW´s griechische Verhältnisse in der Staatskasse herrschen und die tägliche Daseinsfürsorge nur noch auf Pump existiert. Die falsche Doktoren Partei (FDP) schadet einer Sozialen Marktwirtschaft nur.
5. Und wen wundert es?
aretana 26.03.2012
Zitat von sysopREUTERSWillkommen in der Kategorie "Sonstige": Mit nur 1,2 Prozent der Stimmen fällt die FDP bei der Landtagswahl im Saarland auf das Niveau von Kleinstparteien. Selbst die "Familienpartei" konnte mehr Wähler auf ihre Seite ziehen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823642,00.html
Die Bilanz, die die FDP bislang abgegeben hat, ist doch katastrophal. Es tut mir sehr Leid um diese Partei, die eigentlich wichtig wäre, aber die sich mit ihrer Personalpolitik selbst abgeschossen hat. Lindner, der ehemalige Parteivorsitzende, der bei kleinsten Schwierigkeiten den Schwanz einzieht, jetzt aber in NRW das Ruder herumreissen will, der Neue, dessen Namen ich mir nicht merken will, der bei einem abgefahren Autospiegel keine Verantwortung übernimmt, aber ansonsten dicke Töne spuckt. Rösler, Bahr,die mit dafür verantwortlich sind, dass es den unteren Einkommen immer schlechter geht. Aber vielleicht kommt die Erkenntnis ja noch, dass eine liberale Partei auch noch andere Aufgaben hat, als Reiche noch reicher zu machen.
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