CDU in NRW Fraktionsmitglieder fordern Doppelspitze

Die CDU in NRW eifert in ihrer Personalpolitik offenbar den Grünen nach: Um eine Kampfkandidatur zwischen den Landesministern Laschet und Laumann zu verhindern, werden jetzt Forderungen nach einer Fraktionsdoppelspitze laut. So könne das "Personal-Dilemma" gelöst werden.

Minister Laschet mit Ministerpräsident Rüttgers: Forderungen nach einem Fraktions-Duo
dpa

Minister Laschet mit Ministerpräsident Rüttgers: Forderungen nach einem Fraktions-Duo


Berlin - Zur Vermeidung einer Kampfabstimmung haben sich Mitglieder der nordrhein-westfälischen CDU-Fraktion für eine Doppelspitze ausgesprochen. Wenn bei der Wahl des Düsseldorfer CDU-Fraktionschefs die bisherigen Landesminister Karl-Josef Laumann und Armin Laschet "beide zum Zuge kämen, wäre das eine gute Lösung", sagte Jens Kamieth, CDU-Abgeordneter aus dem Siegerland, der "Berliner Zeitung". Auch Ilka von Boeselager, Sprecherin des CDU-Hauptausschusses, sagte dem Blatt: "Ein Duo könnte eine Lösung aus dem Personal-Dilemma sein."

Die "Rheinische Post" hatte am Dienstag berichtet, sowohl der bisherige Sozialminister Laumann als auch der bisherige Integrationsminister Laschet wollten bei der für kommenden Dienstag geplanten Wahl des Düsseldorfer CDU-Fraktionschefs kandidieren. In vertraulichen Gesprächen sei es nicht gelungen, eine Einigung herbeizuführen. In einer gemeinsamen Erklärung indes wiesen Laschet und Laumann die Berichten über eine Kampfabstimmung als "reine Spekulation" zurück.

Die NRW-CDU hatte bei der Landtagswahl am 9. Mai eine herbe Schlappe einstecken müssen. Mitte Juli soll Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) von einer geplanten rot-grünen Minderheitskoalition im Landtag abgewählt werden. Die CDU bereitet sich deshalb auf die Rolle als Opposition vor. Rüttgers und NRW-CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid hatten erklärt, dass sie für den Posten des Fraktionschefs im Düsseldorfer Landtag nicht antreten wollen.

anr/AFP/ddp

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Kontrastprogramm 17.06.2010
1.
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
Natürlich nicht. Sobald Rot-Grün nicht so will wie die knallrote Chaotentruppe, werden wir mit dem Schauspiel unterhalten wie "der Schwanz mit dem Hund wedelt"! Dümmer geht´s nimmer.
Klaus.G 17.06.2010
2. Vielleicht
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
sollten die SPD und die Grünen es gemeinsam probieren. Da erwarte ich aber wieder mehr soziale Gerechtigkeit und einen ökologischen Umbau der Gesellschaft!
T. Wagner 17.06.2010
3. Ypsilanti reloaded
Der NRW-SPD fehlen eindeutig die "Seeheimer", die von der Partei Schaden abwenden. Offenbar war Frau Kraft in ihrem Bestreben Ministerpräsidentin zu werden, nicht zu stoppen. Rüttgers & Co. können nun schmunzelnd zusehen, wie sich die neue Regierung nach und nach selbst demontiert.
Münchner, 17.06.2010
4.
Zitat von sysopWochenlang stritten die Parteien, tagelang gab es Druck auf Landes-Parteichefin Kraft - jetzt hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen entschieden: Sie will doch eine Minderheitsregierung mit den Grünen bilden. Eine gute Perspektive für das Bundesland?
Man wird sehen, ob Kraft gewählt wird. 5 bis 6 Männer aus der SPD die lieber Rättgers wählen sind locker drin. Falls es gelingt ist Hannelore MP auf Abruf. Sptästens wenn der Haushalt für 2011 aufgestellt werden soll gibt es Neuwahlen und danach wieder schwatz-geld. Wie groß auch immer die Not für Merkelwelle und Rüttgers ist - Die Rettung durch die SPD und Grüne naht.
Klaus.G 17.06.2010
5. Ein guter Tag für NRW
und für Deutschland wenn die SPD und die Grünen wieder was zu sagen haben, wenn auch mit Einschränkungen. Jetzt gilt es harten Widerstand gegen den Sozialabbau der Bundesregierung zu leisten. Und dafür ist rot-grün allemal besser als schwarz-rot oder die Ampel. Außerdem ist eine Neuwahl eine Zumutung für den Wähler. Besser rot-grün mit parlamentarischer Unterstützung der Linken!
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