Wettlauf um den CDU-Vorsitz Jens Spahn, 38, zieht die Jugendkarte

Im Endspurt im Rennen um den CDU-Parteivorsitz gelten Jens Spahns Chancen als schlecht. Nun hat der Gesundheitsminister erneut sein Alter als Grund für seine Wahl angeführt.

Jens Spahn
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Jens Spahn


Im Wettlauf um den CDU-Parteivorsitz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die CDU aufgefordert, der jüngeren Generation mehr Verantwortung zu geben. "Wenn man mit 38 noch 'blutjung' ist in der CDU, dann ist das vielleicht Teil des Problems", sagte der Kandidat auf den Vorsitz im ZDF-"Morgenmagazin".

Vieles sei im Moment in Deutschland in der Verantwortung der 60- und 70-Jährigen. "Das ist auch ok, dem Land geht es gut. Viele der Jüngeren fragen sich aber, ist es eigentlich noch gut, wenn wir mal älter sind." Es sei die Verantwortung seiner Generation, die beiden kommenden Jahrzehnte zu gestalten. "Und dafür trete ich an." Ähnlich hatte sich Spahn bereits im Zuge der Regionalkonferenzen seiner Partei geäußert, auf denen die Kandidaten sich vorstellten.

Spahn will nicht in Schmollecke

Ein Parteitag in Hamburg entscheidet am Freitag über die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze. Spahn werden neben seinen Mitbewerbern weniger Chancen eingeräumt. Seinen Kontrahenten, der 56 Jahre alten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem 63-jährigen Ex-Fraktionschef Friedrich Merz, wird mehr Rückhalt in der Partei nachgesagt.

So bekräftigte EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger im Deutschlandfunk seine Unterstützung für Merz. Es stünden wirtschaftlich schwierige Zeiten an. Für Friedrich Merz spreche besonders seine Erfahrung in Sachen Wirtschafts- und Arbeitspolitik. Außerdem sei Merz fünf Jahre im Europäischen Parlament gewesen und wisse, wie die Wirtschaft ticke.

Zu dieser Lage und über eine mögliche Niederlage sagte Spahn in einem Podcast von Radio RTL und 105'5 Spreeradio: "Der Typ Schmollecke bin ich nicht. Ich werde weiter in der CDU und in der Regierung mitarbeiten und Impulse setzen."



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apr/dpa



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