Baden-Württembergs Ex-Innenminister: Thomas Schäuble ist tot

Thomas Schäuble, langjähriger Innenminister von Baden-Württemberg, ist tot. Der Bruder des Bundesfinanzministers starb an den Folgen eines Herzinfarkts.

Thomas Schäuble: CDU-Politiker und Kohl-Gegner
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dapd

Stuttgart - Der frühere baden-württembergische Innenminister Thomas Schäuble (CDU) ist tot. Der Bruder von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sei am Donnerstagabend an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Freitag aus der Südwest-CDU. CDU-Kreise bestätigten dies auch SPIEGEL ONLINE.

Der 64-Jährige hatte seit 2004 die landeseigene Brauerei Rothaus geführt. Seit seinem Herzinfarkt im Juli war Schäuble aber nicht mehr auf seinen Posten zurückgekehrt. Anfang Dezember hatte die Regierung mitgeteilt, dass sein Vertrag aufgelöst werden solle.

Schäuble war von 1996 bis 2004 unter Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) Innenminister. Lange Zeit war Schäuble als möglicher Nachfolge Teufels im Amt des baden-württembergischen Ministerpräsidenten gehandelt. Der promovierte Jurist entschied sich dann aber doch für den Posten bei der landeseigenen Brauerei.

Für Aufsehen hatte Schäuble gesorgt, als er wenige Tage nach dem Rückzug seines Bruders von den Posten als CDU-Chef und Fraktionsvorsitzender im Zusammenhang mit der CDU-Spendenaffäre mit Altbundeskanzler Helmut Kohl abrechnete. Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte Schäuble im Februar 2000 mit den Worten: "Ich verabscheue Helmut Kohl. Und ich kann da für die ganze Familie sprechen."

Die Trauerfeier für Schäuble ist für den 10. Januar in Gaggenau geplant, wo Schäuble lebte und längere Zeit Oberbürgermeister war.

flo/dpa

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Angela Merkel wurde im Jahr 2000 auf einem Parteitag in Essen als Nachfolgerin von Wolfgang Schäuble zur Parteivorsitzenden gewählt - die erste Frau in Deutschland an der Spitze einer Volkspartei. Seitdem hält sie sich an der Spitze der CDU.


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