Europawahl CDU steht hinter Juncker

Nun ist es offiziell: Die CDU unterstützt Jean-Claude Juncker als Spitzenkandidaten der Konservativen bei der Europawahl. Er soll gegen den SPD-Mann Martin Schulz antreten.

Jean-Claude Juncker: Mit CDU-Unterstützung in den Europawahlkampf
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Jean-Claude Juncker: Mit CDU-Unterstützung in den Europawahlkampf


Berlin - Das CDU-Präsidium hat sich einstimmig für Jean-Claude Juncker als Spitzenkandidaten der konservativen Parteien für die Europawahl am 25. Mai ausgesprochen. Das teilte CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag in Berlin mit.

Die christdemokratisch-konservative Europäische Volkspartei EVP will bei einem Kongress am 7. März in Dublin über die Spitzenkandidatur entscheiden. Mit einem Gegenkandidaten für Juncker wird aber kaum mehr gerechnet. Derzeit sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen der EVP mit den Sozialdemokraten aus. Deren Spitzenkandidat soll der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, werden. Schulz soll am 1. März bei einem Kongress der europäischen Sozialdemokraten in Rom gekürt werden.

Die Spitzenkandidaten für die Europawahl sind zugleich Bewerber für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten. Derzeit übt José Manuel Barroso noch das Amt des Präsidenten aus.

Juncker gilt wegen seiner Erfahrung im Vorsitz der Euro-Gruppe (2005 bis 2013) als geeigneter Kandidat. Außerdem genießt der ehemalige luxemburgische Ministerpräsident in Europa hohe Bekanntheit. Ein weiterer Punkt, der Juncker für die CDU attraktiv macht, ist sein fließendes Deutsch. Aus CDU-Sicht soll Juncker damit ein Gegengewicht zum populären SPD-Spitzdenkandidaten Schulz setzen.

Nach 19 Jahren an der Macht sitzt Juncker seit seiner Wahlniederlage im vergangenen Oktober in Luxemburg nur noch in der Opposition. Während seiner Zeit als Euro-Gruppen-Chef kritisierte er mehrmals Angela Merkels Europapolitik. So hatte er der Bundeskanzlerin vorgeworfen, Initiativen der großen EU-Länder nicht mit kleineren Partnern abgesprochen zu haben. Wohl auch deshalb tat sich Merkel zunächst schwer, die Kandidatur Junckers zu akzeptieren. Anfang Februar sprach sich die Kanzlerin erstmals deutlich für Juncker aus.

mka/dpa

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