Nach Landtagswahlen Özdemir nennt Bedingungen für Schwarz-Grün im Bund

Was muss aus Sicht der Grünen passieren, damit sie ein bundesweites Bündnis mit der CDU in Erwägung ziehen? Laut Parteichef Cem Özdemir müssten drei Voraussetzungen erfüllt sein.

Grünen-Chef Özdemir
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Grünen-Chef Cem Özdemir wirbt schon länger dafür, sich ein Bündnis mit der Union nicht nur in den Ländern offenzuhalten, sondern auch auf Bundesebene. Nun hat er Bedingungen dafür genannt. "Drei Punkte sind für mich die entscheidenden Maßstäbe, ob Koalitionen zustande kommen", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Erstens: "Deutschland muss aus der Kohleenergie aussteigen."

Zweitens: "Eine Bundesregierung, an der sich die Grünen beteiligen, muss sich für einen europäischen Marshallplan für Nordafrika einsetzen."

Drittens: "In unserem Bildungssystem darf die Frage der Herkunft und des Geldbeutels nicht mehr die entscheidende Rolle spielen."

Hintergrund der Diskussion ist die Lage in Baden-Württemberg: Dort bahnen sich nach der Landtagswahl vom vergangenen Sonntag grün-schwarze Koalitionsverhandlungen an. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten den Grünen zu einem enormen Wahlsieg verholfen.

Mit Blick auf den Bund erklärte Özdemir, die Grünen hätten sich bei zwei Bundestagswahlen in Folge vergeblich um rot-grüne Mehrheiten bemüht. "Da fällt uns jetzt kein Zacken aus der Krone, wenn wir uns nach anderen Mehrheiten umschauen, wo immer es sie unter den demokratischen Parteien gibt."

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aar/dpa



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