Grünen-Politiker Özdemir verurteilt Brandanschläge auf türkische Einrichtungen

Der Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir warnt vor zunehmender Gewalt im Konflikt zwischen Kurden und Türken in Deutschland. Hintergrund sind Brandanschläge auf türkische Moscheen und Geschäfte.

Cem Özdemir
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Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die Serie von Brandanschlägen auf türkische Geschäfte und Kultureinrichtungen verurteilt. "Wer Moscheen hierzulande anzündet, um seinen Protest kundzutun, kann sich weder mit der türkischen Invasion in Afrin noch mit den Menschenrechtsverletzungen rausreden, seien sie noch so schlimm", sagte der Grünen-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Zugleich warnte er vor zunehmender Gewalt im Kurdenkonflikt auf deutschem Boden.

Özdemir forderte beide Seiten auf, den Konflikt nicht nach Deutschland zu tragen. Die Spirale könne nur durchbrochen werden, wenn Türken gemeinsam mit Kurden Gewalt verurteilten, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete.

Özdemir forderte zugleich eine konsequente Verfolgung der Täter. "Gewalt rechtfertigt keine Gegengewalt", sagte er. Die Täter müssten sich vor dem Gesetz verantworten, gleich welchem politischem Spektrum sie zuzuordnen seien.

Gegen Afrin in Nordsyrien richtet sich derzeit eine Offensive der türkischen Armee. Der Militäreinsatz sorgt für erhebliche neue Spannungen zwischen Türken und Kurden. In den vergangenen Tagen gab es in mehreren Bundesländern Brandanschläge auf Moscheen und andere türkische Einrichtungen. In einigen Fällen gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter aus den Reihen extremistischer Kurden kommen.

cte/AFP



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