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Gauck zu "Charlie Hebdo": "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos"

Als "Angriff auf die Freiheit" hat Bundespräsident Joachim Gauck den Terroranschlag von Paris verurteilt. Das Staatsoberhaupt schloss sich den Trauernden an und sagte: "Wir sind Charlie!"

Berlin - "Wir lassen uns durch Hass nicht spalten": Joachim Gauck hat nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" an den Zusammenhalt in der deutschen Gesellschaft appelliert. "Für uns ist nicht entscheidend, wie jemand heißt und wer seine Mutter ist, an welchen Gott er glaubt oder welche Feste er feiert", betonte das Staatsoberhaupt vor seinem traditionellen Neujahrsempfang: "Ich schließe mich den Millionen Menschen an, die auf der ganzen Welt bekennen: 'Wir sind Charlie'!"

Die Demokratie werde stärker als der Terror sein, sagte Gauck. Das abscheuliche Verbrechen in Paris sei ein "Angriff auf die Freiheit" gewesen: "Wir sind erschüttert und fassungslos." Gerade jetzt gelte es, das freie Wort zu verteidigen. Dafür setzten sich dieser Tage Hunderttausende ein, Anhänger der verschiedensten politischen Lager und Religionen. "Wir sind weder ohnmächtig noch hilflos: Wir haben entschlossene Bürger, und wir haben Gesetze und Institutionen, um Fanatismus und Gewalt zu begegnen", unterstrich er

Zwei Männer hatten am Mittwoch in Paris die Büros von "Charlie Hebdo" gestürmt und zwölf Journalisten und Polizisten erschossen. In einer Videoaufnahme sind die Attentäter auf Französisch mit den Worten zu hören: "Wir haben den Propheten Mohammed gerächt."

als/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 211 Beiträge
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1.
freespeech1 09.01.2015
"Wir sind Charlie!" Nein, Herr Gauck, Sie ganz sicher nicht. Sie sind ein Bagatellisierer, ein Weggucker. Es ist schon beschämend, wer sich hier mit dem Zitat schmückt.
2.
M. Michaelis 09.01.2015
Mit solch tatenloser Empörungsrheorik wird nichts erreicht. In den Augen der Islamisten ist das Ausdruck von Schwäche und Hilflosigkeit. Es mutet bizarr an dass vor kurzem noch Bürger die auf der Straße ihre Ängste vor dem Islam artikuliert haben als Islamfeindlich abqualifiziert wurden. Dabei sind diese leider die einzigen die das Problem beim Namen nennen.
3. Gauck hat immer was auf Lager:
NAL 09.01.2015
Die wenigsten wissen aber, das der Herr als "Begünstigter der Stasi" bezeichnet werden kann. Ein Gericht in Rostock hat dieses Urteil gefällt.
4. Wenn einmal die Glaubwürdigkeit
jiab 09.01.2015
verspielt wurde, kann man sagen, was man will. Schaumschlägerei als solche offenbar, ist dann nur noch peinlich. Wie war das nochmals bzgl. NSA und Freiheit Herr Gauck? Neben Obama ist Gauck eine der ganz großen Enttäuschungen in der Politik. Er stimuliert nur noch Aversion.
5. Leuten wie Herrn Gauck wird nichts
artis 09.01.2015
passieren die sind geschützt. Leiden muss immer die Bevölkerung daran glauben weil sie nicht mehr geschützt wird. Das ist in Frankreich und bei uns auch so. Die Politiker geben das Geld mit vollen Händen aus und bereichern sich am Volk. Polizisten sieht man doch nur beim Blitzen
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